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10.10.2006

Google schnappt sich Youtube

Mit Hilfe der Musikkonzerne soll die größte Video-Community im Web entstehen.

Es ist der größte Zukauf der Unternehmensgeschichte: Für 1,65 Milliarden Dollar in Aktien hat Google die populäre Videoplattform Youtube übernommen. Die erst im letzten Jahr eröffnete Community ermöglicht es, Videos kostenlos einzustellen, zu bewerten und mit anderen zu teilen. Täglich werden bis zu 100 Millionen Filmclips angeschaut. Das Startup mit seinen 67 Mitarbeitern finanziert sich weitgehend über Werbung, hat aber noch nicht die Gewinnzone erreicht. Laut Auswertungen der Online-Marktforscher von Hitwise gehen in den USA bereits 46 Prozent aller Besucher von Video-Sites zu Youtube. Damit rangiert sie vor den Angeboten etablierter Internet-Companies wie Yahoo, Microsoft MSN, AOL und Google.

Sprung an die Marktspitze

Der Suchmaschinenprimus hatte 2005 mit "Google Video" einen eigene Dienst aufgebaut. Dieser war jedoch aufgrund limitierter Features und wohl auch wegen restriktiverer Nutzungsbedingungen nicht von Erfolg gekrönt. Mit dem Kauf von Youtube katapultiert sich Google nun auf Platz eins in diesem Markt. Dabei muss Google drohende rechtliche Gefahren abwenden. So finden sich auf Youtube jede Menge urheberrechtlich geschützte Videos, Raubkopien und Trailer. Waren die Urheberrechtsverletzungen bislang toleriert worden, könnte es mit Google als Muttergesellschaft zu größeren Klagen kommen. Allerdings hatte Youtube bereits erste Maßnahmen ergriffen.

Google hofft der Gefahr zu entgehen, indem es mit der Musik- und Filmindustrie zusammenarbeitet. So wurden jetzt mit der Universal Music Group, die bereits juristische Schritte gegen die Community plante, und mit Sony BMG Abkommen geschlossen, die ein kostenloses Ange- bot tausender Musikvideos auf Youtube ermöglichen. Die Filme werden über Werbung finanziert, die Einnahmen geteilt. Zuvor hatte Youtube mit der Warner Music Group und dem Fernsehkonzern CBS vergleichbare Vereinbarungen getroffen. Alle Beteiligten sehen die große Chance, über Youtube das Internet als Werbeplattform für ihre Produktionen und für zusätzliche Inhalte erschließen zu können. Auch der Musiksender MTV sowie RTL, Pro Sieben Sat 1 oder Sony Pictures drängen in den Markt. (as)