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04.04.2006

Google sucht weitere Einnahmequellen

Der Suchmaschinenbetreiber baut seine Führungsposition im Geschäft mit der Internet-Recherche aus und plant weitere Übernahmen.

Binnen eines Jahres konnte Google seinen US-amerikanischen Marktanteil bei der Internet-Suche einer Erhebung von Comscore Network zufolge von 36,3 Prozent auf 42,3 Prozent ausbauen, und ein Ende dieses Wachstums ist zurzeit nicht absehbar: "Wir sehen wenig, was Google daran hindern könnte, diesen Wert auf 70 Prozent zu steigern", lobte Analyste Jordan Ryhan von RBC Capital Markets. Auf der Verliererstraße wähnen die Marktforscher dagegen die Suchdienste von Yahoo und AOL sowie Microsofts MSN.

Google steht wegen Adwords vor Gericht

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamburg könnte das Google-Geschäftsmodell ins Wanken bringen. Dort wird derzeit die Frage verhandelt, ob beliebige Markennamen als Adwords gebucht und so als Auslöser für die Anzeige eigener Webinhalte benutzt werden dürfen. Widersacher der weltweit größten Suchmaschine ist die Metaspinner Media GmbH aus Hamburg. Deren markenrechtlich geschützten Begriff "Preispiraten" hatte ein spanischer Anbieter bei Google gebucht. Ein erstes Verfahren wurde zugunsten von Google entschieden, weil Adword-Werbung nach Ansicht des Landgerichts Hamburg keine markenmäßige Benutzung darstelle. Daraufhin legte Metaspinner Berufung ein. Die Hanseaten verweisen darauf, dass die Wettbewerber des Markeninhabers die Suchmaschine für Werbezwecke missbrauchen. Google ziehe aus dieser Markenverletzung Vorteile, da das Unternehmen an Adwords verdiene. (hv)

Microsoft bleibt außen vor

Der bereits Ende vergangenen Jahres vereinbarte Einstieg bei AOL wird Googles-Marktposition weiter festigen, denn die Time-Warner-Tochter nutzt die Suchtechnik des Marktführers. Während Google mit den "Adwords" jedoch nur Textanzeigen im Umfeld der Ergebnislisten platzieren kann, liefert AOL dem Internet-Surfer grafische Anzeigen. Um sich selbst den Zugang zu dieser Technik zu sichern und ihn gleichzeitig dem Rivalen Microsoft zu verwehren, wird Google rund fünf Prozent der AOL-Anteile im Wert von einer Milliarde Dollar erwerben. Wie die Partner nun ankündigten, wollen sie die Transaktion noch im zweiten Quartal 2006 abschließen.

Etwa gleichzeitig wurde bekannt, dass Google 5,3 Millionen der eigenen Aktien veräußern möchte. Man wolle die aus dem neuen Börsengang zufließenden Mittel "für allgemeine Firmenzwecke, darunter Übernahmen passender Firmen, Techniken oder anderer Vermögenswerte" aufwenden, hieß es in einer Mitteilung an die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC. Konkrete Pläne für nennenswerte Akquisitionen gebe es allerdings nicht. Gemessen am Aktienkurs der letzten März-Woche könnte Google rund zwei Milliarden Dollar erlösen.

Verkauf lokaler Anzeigen

Auf der Suche nach weiteren Einnahmequellen ist Google nun auch im lokalen Anzeigenmarkt fündig geworden. Nutzern von Google Local präsentiert das Unternehmen bei bestimmten Suchresultaten Icons mit Kaffeetasse, Einkaufstasche oder Auto auf der Landkarte. Klickt der Surfer das Symbol an, öffnet sich eine Blase mit zusätzlichen Informationen. Mit dem Verkauf des neuen Werbeformats hat Google bereits begonnen. (jha)