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24.05.2007

Google und Salesforce ärgern Microsoft

Ein Pakt der Newcomer dürfte Microsoft stärker unter Druck setzen.

Die Verantwortlichen von Google und Salesforce.com beraten derzeit, wie eine mögliche Allianz beider Unternehmen aussehen könnte. Das berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf interne Kreise. Bislang wollte keines der beteiligten Unternehmen die Verhandlungen bestätigen. Insider rechnen jedoch damit, dass der Pakt schon in den nächsten Wochen unter Dach und Fach sein wird.

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Wie eine Kooperation zwischen Google und Salesforce.com aussehen könnte, darüber kann derzeit allerdings nur spekuliert werden. Dem Bericht zufolge ließen sich beispielsweise Googles Web-Dienste wie E-Mail und Instant-Messaging in die On-Demand-Plattform von Salesforce.com einklinken. Dort bietet der Software-as-a-Service-Spezialist seine eigenen Customer-Relationship-Management-Lösungen (CRM) an und offeriert Partnern eine Plattform, um deren Software im Mietmodell via Web zu vertreiben.

Die Allianz mit Salesforce.com würde gut in die aktuelle Google-Strategie passen. Erst kürzlich hatte CEO Eric Schmidt den nächsten Schritt in der Evolution des Unternehmens angekündigt, in der Anwendungen eine wichtige Rolle spielen sollen. Beobachter werteten Schmidts Aussagen als direkte Kampfansage an Microsoft.

Auch Salesforce-CEO Marc Benioff hatte in der Vergangenheit wiederholt Microsoft attackiert und den Konzern als Software-Dinosaurier verhöhnt. Diese Angriffe könnten zusammen mit Google eine neue Dimension erhalten. "Der Feind meines Feindes ist mein Freund", ließ Benioff erst kürzlich seine Sympathien für Google durchblicken. Dass er sich damit unter den etablierten Softwareanbietern keine Freunde macht, ist dem Manager klar: "Sie mögen uns nicht und sie mögen Google nicht."

Aus Sicht von Analysten scheint eine Kooperation zwischen Google und Salesforce.com sinnvoll. "Es wäre dumm, wenn bei-de Firmen nicht miteinander sprechen würden", meint beispielsweise Oliver Young von Forrester Research. Ein Bündnis ergebe jede Menge Synergien für beide Seiten, ergänzt Rebecca Wettemann, Analystin von Nu-cleus Research. Daher sei davon auszugehen, dass Google und Salesforce.com ihre Strategien was Softwareservices betrifft aufeinander abstimmen werden.

Young und Wettemann wollen sogar eine Übernahme von Salesforce.com durch Google nicht aus-schließen. Allerdings müsste der Suchmaschinenanbieter für den SaaS-Spezialisten tief in seine Taschen greifen. An der Börse wird Salesforce.com derzeit mit einem Gesamtwert von rund 5,5 Milliarden Dollar gehandelt. (ba)