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10.09.2004 - 

Aktienpakete kommen auf den Markt

Googles Altlasten belasten

Vergangene Woche ist die erste von insgesamt fünf Haltefristen für Aktien von Google-Insidern abgelaufen - mehr als 4,5 Millionen zusätzliche Papiere durften gehandelt werden. Zum Börsengang Mitte August hatte das Unternehmen knapp 20 Millionen Aktien unter die Investoren gebracht, der Kurs war am ersten Tag von 85 Dollar auf 100 Dollar geklettert. In der Woche danach stieg die Google-Aktie auf zirka 113,50 Dollar, bevor sie zuletzt wieder auf 100 Dollar abstürzte.

Hintergrund des Kursverfalls ist die Unsicherheit der Investoren, wie viele der Altaktionäre sich mit dem Ende der Haltefristen von ihren Papieren trennen. Insgesamt dürfen bis Februar 270 Millionen zusätzliche Anteilscheine verkauft werden, rund 14 mal so viel wie zum IPO.

Manager, Mitarbeiter und Geldgeber fahren die Ernte ein

Zu dem Altaktionären zählen etwa Vorstände, Mitglieder des Verwaltungsrats, Mitarbeiter und vor allem Kapitalgeber. Die bevorstehende Flut weckt die Sorge, dass der Aktienkurs unter Druck geraten könnte. Das Recht, verkaufen zu dürfen, bedeutet indes nicht, dass auch alle Papiere angeboten werden. Laut "Wall Street Journal" kann über den Daumen gepeilt von einer Verkaufsquote von rund zehn Prozent ausgegangen werden.

Die kurzen Haltefristen sind unüblich, 180 Tage sind Berichten zufolge die Regel bei US-amerikanischen Börsengängen, die über Investmentbanken abgewickelt werden. Allerdings ist bei Google nichts normal, was schon das Auktionsverfahren der Aktien gezeigt hat. Die größten Pakete der Altaktionäre kommen im November mit etwa 40 Millionen und im Februar mit über 175 Millionen Papieren auf den Markt. Bereits im Oktober legt Google die Zahlen für das dritte Quartal vor.

Neue Anleger können auf niedrige Einstiegskurse spekulieren

Doch das Ende der Haltefristen hat auch seine guten Seiten: Einen Vorteil aus sinkenden Kursen ziehen diejenigen Anleger, die beim Börsengang nicht bedacht wurden - weil ihre Gebote zu niedrig waren, oder weil sie im Ausland nicht an der Versteigerung teilnehmen konnten. Zusätzlicher positiver Effekt: Die Frage nach dem Wachstumspotenzial der Google-Aktie, die so genannte Fantasie, könnte durch das Volumen der Insider-Verkäufe in den kommenden Monaten beantwortet werden. Wenn der Kurs unter den Ausgabepreis von 85 Dollar fällt, wissen die Auktionsteilnehmer, dass sie zu hoch gepokert haben. (ajf)