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07.08.1987 - 

Neues Interface als Basis für Peer-to-Peer-Netzwerk:

Gould schießt sich auf MiniMap-Standard ein

MÜNCHEN (pi) - Für Echtzeit-Kommunikation in Industrie-Netzwerken will die Gould Electronics GmbH aus München mit der jetzt vorgestellten Mini-Map-Schnittstelle sorgen.

Das unter dem Namen Modbus-II-Interface verfügbare Netzwerk-Produkt legt im Gegensatz zu den bisherigen Modbus-Kommunikationssystemen mit Master-Slave-Protokoll den Grundstein für ein echtes Peer-to-Peer-Netzwerk. Damit ist jede speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) von Gould in der Lage, von sich aus schreibend und lesend auf andere SPS im Netzwerk zuzugreifen. Die Spezifikationen des Netzwerkes entsprechen dem Mini-Map-Standard im derzeit definierten Stadium. Auf der Ebene 7 werden von Modbus II folgende Commands unterstützt: Read/Write Digital Output (Coil), Read/Write Analog Register, Start/Stop PC und Native Mode (erlaubt herstellerspezifische Commands).

Mit der Entwicklung einer Schnittstelle gemäß diesen Spezifikationen wird der Forderung nach einer Übertragung von Daten unter Echtzeit-Bedingungen Rechnung getragen, denn die maximale Nettodatenrate beträgt bei Modbus II zirka 250 KBit (zum Vergleich: Modbus 6 KBit und MAP 120 bis 180 KBit. Damit kann eine Netzwerkarchitektur aufgebaut werden, die den jeweiligen Anforderungen auf der Anwenderseite gerecht wird.

Die Modbus-II-Interface-Baugruppe mit der Typenbezeichnung S975 wird in einen freien Steckplatz der modular aufgebauten Zentraleinheit der SPS-Familie 984 gesteckt. Das Netzwerk selbst besteht aus einer einfachen Busstruktur, die mit Hilfe eines Koaxkabels mit Taps und Splittern aufgebaut wird. Da im Carrier-Band übertragen wird, entfallen die beim Breitband bekannten Erinnerungs- und Abgleicharbeiten.

Derzeit befindet sich auch ein Modbus-lI-Interface für IBM PCs in der Entwicklung, so daß in Kürze der Anschluß von Programmierstationen und Visualisierungssystemen an ein solches Modbus-II-Netz möglich sein wird. Die Anbindung anderer Systeme an Modbus II ist außerdem durch Einsatz eines oder mehrerer Coprozessoren in einer SPS 984 möglich. Damit wird die SPS auch zum Gateway für andere Netze.

Informationen: Gould Electronics GmbH, Industrie-Automatisierungssysteme, Tergernseer Landstraße 161, 8000 München 90, Telefon 089/69777-102