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05.11.2007 - 

Test der Woche

Grafikchip Geforce 8800 GT von Nvidia

Revolution auf dem 3D-Markt: Ein neuer Grafikchip namens "Geforce 8800 GT" von Nvidia verdrängt doppelt so teure High-End-GPUs von ihren Spitzenpositionen. So können Sie auch an Kunden mit kleinerem Geldbeutel leistungsfähige Grafikkarten verkaufen.

Von Christian Helmiss, PC-Welt

Leise, preiswert und leistungsstark: Nvidias neuer Chip Geforce 8800 GT in der 3D-Karte von Zotac
Leise, preiswert und leistungsstark: Nvidias neuer Chip Geforce 8800 GT in der 3D-Karte von Zotac

Vom Namen und von der Ausstattung her ist Nvidias neuer Grafikchip eher bescheiden. Er heißt "Geforce 8800 GT" und stellt sich damit hinter die High-End-Liga 8800 GTX/Ultra. In den Tests übertraf der Neue jedoch gelegentlich selbst die Ultra-Variante. Dies hat folgende Gründe:

Neue Schnittstelle: Teilweise ist das hohe Tempo des Geforce 8800 GT darauf zurückzuführen, dass dieser Grafikchip der erste ist, der PCI Express 2.0 unterstützt. Damit verdoppelt sich die Bandbreite der Grafikkartenanbindung ans System auf 8 Gbit/s pro Richtung, also insgesamt auf 16 Gbit/s.

Der Chip ist kräftig: Der Geforce 8800 GT (Codename G92) wird in der 65-Nanometer-Technik gefertigt und besitzt 754 Millionen Transistoren Geforce 8800 GTX: 681 Millionen. 116 Stream-Prozessoren arbeiten je nach Bedarf als Pixel- oder Vertex-Einheiten. Die Grafikspeicheranbindung erfolgt 256 Bit breit bei einem Grafikspeicherarbeitstakt von 900 MHz (1.800 MHz effektiv) ergibt das eine Bandbreite von 57,6 Gbit/s.

Unser Testmodell ist getunt: Der Hersteller Zotac hat der Redaktion ein übertaktetes Modell geschickt. Dies verrät die Aufschrift "AMP!" auf der Packung. Der Chip werkelt hier mit 700 statt mit 600 MHz, der Grafikspeicher mit 1.000 statt mit 900 MHz. Gegenüber einer normal getakteten Grafikkarte schätzen wir das Tempo-Plus auf zehn Prozent.

3D-Leistung im Test: Geforce 8800 GT von Zotac

Aktuelle 3D-Titel mit DirectX-10-Effekten wie "World in Conflict", "Lost Planet" und "Company of Heroes" können alle erhältlichen Grafikkarten in die Knie zwingen. Dafür müssen Sie nur die Auflösung und die Bildqualität nach oben schrauben. Auch bei den kommenden 3D-Titeln wie "Crysis", "Hellgate London", "Call of Duty 4" und "Unreal Tournament 3" werden Sie eventuell mit Auflösung und Bildqualität jonglieren müssen, falls Sie einen ruckelfreien Spielfluss genießen wollen. Das ist der Preis, den man für mehr Bildqualität sowie neue 3D-Effekte ?† la DX10 und Co. zahlen muss.

Die Geforce 8800 GT von Zotac meisterte fast alle Benchmark-Durchgänge ohne größere Ruckler. Aufgrund der neuen Chip-Architektur überholte die Geforce 8800 GT gelegentlich sogar die mehr als doppelt so teure High-End-GPU Geforce 8800 Ultra allerdings nur bei niedriger Bildqualität (siehe Tabelle links).

Bei höchster Bildqualität kommt in unserer Benchmark-Sammlung Direct-X10 ins Spiel. Das bedeutet einen weiteren Qualitätsvorteil bei niedriger Bildqualität ergibt das Umschalten auf die aufwendigere DX10-Technik keinen Sinn. Hier lag die High-End-GPU Geforce 8800 Ultra meist vor der neuen Geforce 8800 GT, was unter anderem am größeren Grafikspeicher und an der stärkeren Grafikspeicheranbindung liegt. Dabei muss man natürlich auch immer im Hinterkopf behalten, dass die Ultra-Karte mehr als doppelt so teuer ist. Bei der höchsten Auflösung war der Unterschied zwischen den Chips (GT/Ultra) am größten (siehe Tabelle rechts).

Die Werte der Geforce 8800 GT liegen bei der 2.560 x 1.600er-Auflösung unter-halb der empfehlenswerten 30-Bilder/s-Marke. Bei 1.600 x 1.200 blieben sie alle jedoch ein gutes Stück darüber.

Fazit: Der vernünftigste Grafikchip für Spieler

Der Grafikchip Geforce 8800 GT ist dazu gedacht, DX9- und DX10-Titel bis zur Auflösung 1.600 x 1.200 Pixel zu betreiben. Nvidias neuer Grafikchip und damit auch Zotacs Grafikkarte bietet somit ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die unverbindliche Preisempfehlung der übertakteten Zotac-Karte liegt bei niedrigen 240 Euro das ist sehr empfehlenswert! Nur wer Auflösungen jenseits von 1.600 x 1.200 Pixeln nutzen will und zudem auf höchste Bildqualität (DX10 & Co.) steht, benötigt eine Nvidia-Geforce-8800-GTX- oder -Ultra-Grafikkarte.

Gut gefallen hat uns übrigens auch, dass der Grafikartenlüfter angenehm leise arbeitete. Die Leistungsaufnahme betrug rund 100 Watt das ist noch moderat. Sie benötigen zum Anschluss der Grafikkarte ein eigenes sechspoliges Kabel vom PC-Netzteil. BB