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13.03.1992 - 

Autocad-Erweiterung und 3D-Programm erneuert

Grafiksoftware arbeitet jetzt genauer und hat mehr Features

MÜNCHEN (CW) - Das auf Software für den CAD-Bereich spezialisierte amerikanische Unternehmen Autodenk und ihre deutsche Tochter zeigen sich über den Verlauf des Geschäftsjahres 1991 zufrieden. In neuen Produkt-Releases sollen kritisierte Mängel der Erstversionen behoben und gewünschte Features integriert sein.

Aus den USA meldet das mit "Autocad" groß gewordene Unternehmen für das zehnte Geschäftsjahr - nach vorläufiger Bilanzierung - einen Weltumsatz von 285 Millionen Dollar, gut ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Die Münchner Tochtergesellschaft erreichte 1991 einen Umsatz von 52,5 Millionen Mark.

Damit wurde im ersten Geschäftsjahr der GmbH jener Umsatz fast verdoppelt, den die Genfer Europazentrale von Autodesk im Vorjahr über Distributoren erreicht hatte. Das Distributorennetz wird ausgebaut: Neben Computer 2000, Ingenieurbüro Gräbert sowie dem Unternehmen Mensch und Maschine kommen Access Computer, München, und die Systempartner GmbH, Kiel, als Vertriebspartner hinzu. Die Autodesk GmbH stellt den Direktvertrieb ein.

Weitere Portierungen von Autocad 11 sind so gut wie abgeschlossen. Autodesk hat für April 1992 Anpassungen für die RISC-Workstations Indigo von Silicon Graphics mit dem Unix-Derivat Irix und für die HP-9000, Serie 700, mit HP-UX angekündigt. Im zweiten Quartal dieses Jahres soll eine Portierung für IBMs RS/6000 mit AIX folgen.

AME-1-Schwächen wurden ausgemerzt

Genannte Anpassungen werden einschließlich einer zweiten Version des 3D-Volumenmodellierers "Advanced Modelling Extension" (AME) ausgeliefert. Diese Erweiterung zu Autocad 11 soll kompatibel zu AME 1 und wahlweise in den alten Modus zu schalten sein, damit Anwender alte Script-Dateien weiter nutzen können.

AME-I-Schwächen in der Rechengenauigkeit hat das Unternehmen nach eigenen Angaben ausgemerzt. Zugleich sei die Rechengeschwindigkeit erhöht worden. Version 2 unterstützt neben dreidimensionalen Volumenmodellen durch boolsche Operationen auch zweidimensionale Flächen.

Während AME 1.0 nur über die jetzt um 39 Funktionen erweiterte API-Schnittstelle programmierbar war, hat Version 2.0 eine Autolisp-Schnittstelle für, individuelle Entwicklungen. Eine neue NC-Schnittstelle STL erleichtert die Übernahme der Entwicklungsdaten in die rechnergesteuerte Produktion.

Schnellere Rendering-Funktionen

In englischer Sprache gibt Autodesk zum 1. April 1992 auch Version 2 des Visualisierungs- und Animationspaketes "3D Studio "für 386er PCs frei. Die Rendering-Funktionen zur Erstellung fotorealistischer Bilder arbeiten nach Angaben des Herstellers drei- bis sechsmal schneller als im ersten Release. Effekte wie Spiegelungen, Transparenz und Schattenverläufe erscheinen präziser.

Über eine DXF-Schnittstelle lassen sich Daten aus Autocad-Zeichnungen und dem AME-Modul übernehmen. Die Modeller 2D-Shaper, 3D-Lofter und 3D-Editor verfügen über neue Features, die das Erzeugen dreidimensionaler Objekte verbessern sollen. Boolsche Operationen beschleunigen die Definierung komplexer Körper. Eine Video- und eine ADI-Schnittstelle zu Digitizern und Bandsteuerungsgeräten ermöglichen die Übernahme der Grafiken in andere Medien.