Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Ingenieurbüro Sommer stellt Autodigit-GA vor:


17.05.1985 - 

Grafisches Tablett bekommt Konkurrenz

FRANKFURT (sch) - Mit einer DV-Lösung zur Kopie von Konstruktionsplänen in einen Computer kann jetzt das Ingenieurbüro Sommer aus Frankfurt aufwarten. Das aus Scanner. Rechner, Drucker und Workstation bestehende System Autodigit-GA soll eine Alternative zu herkömmlichen CAD-Anlagen darstellen.

"Wir wollen von der mühseligen Praxis, die vorhandenen Konstruktionszeichnungen am Tablett nachzuvollziehen, wegkommen", sagt Geschäftsführer Dan Sommer des Frankfurter Ingenieurbüros. Bisher stellt es aus seiner Sicht ein ungelöstes Problem in der Computerindustrie dar, Schaltpläne für Kraftwerke und komplizierte Modellstudien im Automobilbau direkt in den Rechner einzugeben, zu speichern und dann sekundenschnell wieder hervorzuholen, um millimetergenaue Änderungen durchzuführen. Mit Hilfe der neuen Anlage, die es in zwei verschiedenen Ausführungen gibt, soll es auch möglich sein, Röntgenbilder zu archivieren und Land- sowie Wetterkarten zu erfassen. Außerdem kann man damit nach Angaben des Ingenieurbüros Sommer Zeichnungen zusammen mit Texten abspeichern.

Zu der ersten Modellvariante mit der Typenbezeichnung Autodigit R/GA gehören im einzelnen ein Scanner mit CCD-Kamera, ein Bildschirm für Text und Grafik sowie ein Terminal für die Bedienerführung, Tablett und Tastatur, 20-MB-Winchesterplatte und 1-MB-Mikrofloppy. In die unter dem Unix-kompatiblen Betriebssystem Idris laufende Konfiguration ist außerdem ein Rechner mit einer CPU 68 000 zur Bedienerführung, einem Grafikprozessor und einem Rasterprozessor (beide in Bit-Slice-Technik), eine Softwarebibliothek mit rund 200 Modulen und ein Drucker integriert. Wie die Sommer GmbH in diesem Zusammenhang betont, können bei dem System wahlweise eine optische Platte mit bis zu zwei GB und anstatt des normalerweise mitgelieferten Matrixdrucker auch ein Laserprinter "erstanden" werden.

Neben der Autodigit-R-Version gibt es ein L-Modell, das sich dem Frankfurter Unternehmen zufolge aufgrund seines Flachbettscanners mit Laser-Optik besonders für die Eingabe von äußerst komplizierten Schaltplänen und Konstruktionszeichnungen eignet. Auf den Markt bringen will die Sommer GmbH ihre beiden GA-Versionen, die übrigens auch über Schnittstellen für den Hostrechneranschluß verfügen, zu einem Preis von 100 000 bis 120 000 Mark.