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19.02.2008 - 

Kolumne

Green IT setzt Hausaufgaben voraus Kolumne

Zurzeit reden viele von Green IT. Vor allem die Hersteller haben das Energiesparen entdeckt, und zwar Hard- wie Softwareanbieter. Sie überschlagen sich förmlich mit Bekenntnissen zur Energieeffizienz ihrer Produkte und zum Umweltschutz, zu dem sie zum Beispiel durch wegweisende Recycling-Programme beitragen. Anbieter präsentieren dem Anwender Beispielrechnungen, die nachweisen, wie schnell sich die Investitionen in neue, stromsparende Systeme amortisieren. Sie listen auf, wo Energie verschwendet wird, und erklären, warum mit ihren Produkten alles besser wird. Alle nennen drei entscheidende Hebel:

- Bessere Auslastung der Rechner durch effektiveres System-Management und vor allem durch Virtualisierung;

intelligentere Planung von Rechenzentren, die effektivere Kühlung ermöglichen;

geringere Stromaufnahme der Rechner und Speichersysteme selbst.

Dass sich auf diese Weise die Energiebilanz verbessern lässt, steht außer Frage. Knifflig wird´s aber, wenn es um die Details geht. Die einen Hersteller sagen, Mainframes seien am energieeffizientesten, bei den anderen lassen sich durch Blade-Server, neue Speicherkonzepte oder stromsparende CPUs die Betriebskosten am besten drücken. Wieder andere propagieren, gar nicht an der Hardware anzusetzen, und empfehlen stattdessen Virtualisierungskonzepte, System-Management-Software oder auch Anwendungslösungen und Datenbanken, die sich besonders gut in virtuellen Umgebungen einsetzen lassen. Keine dieser Antworten ist falsch. Mit all den genannten Mitteln (und vielen anderen mehr) lassen sich die Stromkosten reduzieren - wenn auch mit unterschiedlichem Erfolg.

Kein Zweifel besteht daran, dass Green IT insgesamt eine sehr gute Idee ist. Deshalb unterstützt die computerwoche Anwender mit Schwerpunkten in der gedruckten Ausgabe und auf computerwoche.de, in denen die aktuellsten Informationen zu dem Thema anschaulich und nachvollziehbar präsentiert werden. Anwender sollten allerdings ihre eigenen Konzepte entwickeln, in denen sie die verschiedenen technischen Möglichkeiten ausloten und gegebenenfalls kombinieren. Zu den Hausaufgaben gehört auch, erst einmal die Energiebilanz zu ziehen und festzulegen, ob der CIO überhaupt für die Stromausgaben im IT-Bereich verantwortlich sein soll. Einer Untersuchung der Experton Group zufolge sieht zwar die große Mehrheit der Anwender ein, wie wichtig energiesparende Hardware ist, aber gleichzeitig wussten 93 Prozent nicht, wie viel Strom ihre IT eigentlich verbraucht. Diese Umfrage zeigt: In Sachen Green IT stehen wir noch ganz am Anfang.

Was glauben Sie? Lässt sich durch energieeffiziente Maßnahmen der Stromverbrauch der IT tatsächlich drastisch senken? Diskutieren Sie mit unter http://blog.computerwoche.de.