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22.09.2014 - 

Studie von PAC, Lancom und Nfon

Größeres Interesse für IT "Made in Germany" nach NSA-Skandal

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, Security und E-Commerce. Außerdem ist er im Event-Geschäft tätig.
Das Label "Made in Germany" sorgt bislang vor allem im Maschinenbau und der Automobil-Industrie für Absatzerfolge.

Einer Studie von PAC, Lancom und Nfon zufolge wünschen sich immer mehr Einkäufer von Informations-Technologie in deutschen Unternehmen ITK-Lösungen "Made in Germany".

Als Folge des Abhör-Skandals um die Geheimdienste NSA und GCHQ planen IT-Entscheider in deutschen Unternehmen, verstärkt Geräte und Dienstleistungen der Informationstechnik aus Deutschland einzukaufen. Bei einer Umfrage des Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) erklärten 44 Prozent der befragten Manager, sie würden "bestimmt" verstärkt IT-Lösungen "Made in Germany" als Folge des NSA-Skandals nutzen. 21 Prozent denken zumindest darüber nach, während bei 35 Prozent der Geheimdienstskandal bei der Beschaffung "eher keine Rolle" spielt.

65% aller deutschen Unternehmen denken darüber nachoder planen, in Folge der Sicherheitsdiskussionen nach dem NSA-Skandal verstärkt IT-Lösungen “Made in Germany” zu nutzen.
65% aller deutschen Unternehmen denken darüber nachoder planen, in Folge der Sicherheitsdiskussionen nach dem NSA-Skandal verstärkt IT-Lösungen “Made in Germany” zu nutzen.
Foto: PAC Lancom Nfon

Die Studie wurde von dem IP-Telefonieanbieter Nfon aus München sowie dem Netzwerk-Ausrüster Lancom Systems aus Würselen bei Aachen in Auftrag gegeben.

In der Prioritätenliste der IT-Verantwortlichen stehen Kriterien wie "Einhaltung deutscher Datenschutzbestimmungen" (95 Prozent) und "Verträge nach deutschem Recht" ganz oben. Ob das Unternehmen dann auch mit seinem Hauptquartier auch in Deutschland sitzt, ist noch für 64 Prozent "sehr wichtig". Bei der Frage, wo die Leistungen erbracht werden, verlangen dagegen nur noch 38 Prozent der Befragten den Standort Deutschland.

Bei den Techniktrends abseits der NSA-Affäre ist für die IT-Chefs das Thema "Mobility" mit 44 Prozent am wichtigsten. "Zunehmende Sicherheitsanforderungen" stehen mit 20 Prozent auf Platz zwei. Die Integration von privaten Geräten wie Smartphones, Tablets oder Notebooks in die IT-Infrastruktur der Firma ist dagegen nur für zehn Prozent ganz besonders wichtig.

Für die PAC-Studie wurden im Sommer 2014 insgesamt 120 IT-Entscheider in Deutschland befragt. (dpa/rw)

Ralf Koenzen, Gründer und Geschäftsführer von Lancom Systems: "Seit Bekanntwerden der NSA-Ausspähungen ist die Vertrauenswürdigkeit von IT-Lösungen zum wichtigen Auswahlkriterium geworden."
Ralf Koenzen, Gründer und Geschäftsführer von Lancom Systems: "Seit Bekanntwerden der NSA-Ausspähungen ist die Vertrauenswürdigkeit von IT-Lösungen zum wichtigen Auswahlkriterium geworden."
Foto: Lancom Systems

Ralf Koenzen, Gründer und Geschäftsführer von Lancom Systems, ist überzeugt, dass sein Unternehmen mit dem BSI-zertifizierten Router-Portfolio für diesen Bedarf die ideale Lösung hat: "Die Vertrauenswürdigkeit von IT-Lösungen ist für viele Unternehmen, besonders aber für Politik und Verwaltung, seit Bekanntwerden der NSA-Ausspähungen zum wichtigen Auswahlkriterium geworden. Produkte aus Deutschland, die zusätzlich eine Sicherheitszertifizierung des BSI aufweisen, sind da besonders attraktiv."

Rainer Koppitz, Vorstandsvorsitzender der Nfon AG: "Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die IT-Entscheider sehr konsequent konkrete Maßnahmen aus der NSA-Affäre ableiten."
Rainer Koppitz, Vorstandsvorsitzender der Nfon AG: "Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die IT-Entscheider sehr konsequent konkrete Maßnahmen aus der NSA-Affäre ableiten."
Foto: Nfon

"Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die IT-Entscheider sehr konsequent konkrete Maßnahmen aus der NSA-Affäre ableiten", kommentiert Rainer Koppitz, CEO der Nfon AG. "Unternehmen aller Größen und Branchen verlangen das klassische Zuverlässigkeitsversprechen 'Made in Germany'. In der Vergangenheit stand es hauptsächlich für Qualität und Langlebigkeit. Nun treten Aspekte wie die Einhaltung der deutschen Datenschutzrichtlinien in den Vordergrund."

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