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05.11.2015 - 

Amazon vor Otto und Zalando

Größte Online-Händler Deutschlands

Dr. Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
Dem jährlichen Onlineshop-Ranking von EHI und Statista zufolge konnten die 100 größten deutschen Online-Händler ihren Umsatz 2014 um 10 Prozent steigern. Großen Anteil daran haben die Elektronikversender, die weiterhin von Notebooksbilliger.de angeführt werden.
Bleibt Umsatz-Champion unter den deutschen Elektronikversendern: Notebooksbilliger.de
Bleibt Umsatz-Champion unter den deutschen Elektronikversendern: Notebooksbilliger.de
Foto: Notebooksbilliger

Der deutsche Online-Handel kann in 2014 einen deutlichen Umsatzzuwachs verbuchen - das zeigt die Studie "E-Commerce-Markt Deutschland 2015" von EHI Retail Institute und Statista. Demzufolge erwirtschafteten die deutschen Top 100 E-Commerce-Händler im vergangenen Jahr einen Umsatz - mit physischen Gütern - von 21,6 Milliarden Euro. Verglichen mit den Online-Umsätzen im Jahr 2013 von 19,6 Milliarden Euro bedeutet dies eine Umsatzsteigerung von gut 10 Prozent. Nach Ansicht der Studienautoren hat der Online-Handel in Deutschland damit die im vergangenen Jahr zu beobachtende kurze Phase der Stagnation überwunden.

Angeführt wird das Ranking in Deutschland auch in 2014 wieder von Amazon.de mit einem E-Commerce-Umsatz von 6,6 Milliarden Euro, gefolgt von Otto.de mit knapp 2 Milliarden Euro und Zalando.de mit knapp 900 Millionen Euro. Bereits auf dem vierten Platz folgt mit Notebooksbilliger.de der umsatzstärkste Elektronikversender sowie gleich dahinter auf Platz fünf Cyberport. Auch sonst trug das Elektronik-Segment stark zum Umsatzwachstum der Top-Online-Händler bei: So finden sich unter den ersten 100 Anbietern ganze 22 Onlineshops, die der Elektronikbranche zuzurechnen sind.

Die umsatzstärksten deutschen Elektronikversender

Platz im EHI-Ranking

Vorjahr

Anbieter

Umsatz in Dtld. 2014

4

4

Notebooksbilliger.de

563,0 Mio. €

5

6

Cyberport

469, 1 Mio. €

8

8

Conrad

412,7 Mio. €

9

9

Alternate

367,6 Mio. €

10

11

Apple Store

358,3 Mio. €

17

18

Redcoon

197,3 Mio. €

20

26

Pearl

166,8 Mio. €

28

28

Medion

149,2 Mio. €

30

43

Mediamarkt.de

142,8 Mio. €

32

39

Mindfactory

140,4 Mio. €

35

16

Getgoods

127,3 Mio. €

39

47

Druckerzubehoer.de

116,5 Mio. €

49

35

Comtech

102,0 Mio. €

51

54

Saturn.de

97,5 Mio. €

52

30

Home of Hardware

92,1 Mio. €

53

41

Dell

87,3 Mio. €

54

52

Voelkner

86,7 Mio. €

55

45

HP.com

85,9 Mio. €

58

57

Computeruniverse

78,8 Mio. €

86

121

Elektroshop Wagner

48,5 Mio. €

87

73

Notebook.de

47,3 Mio. €

94

93

Beamershop24

41,4 Mio. €

Branchenvielfalt nimmt zu

Wie die Autoren der E-Commerce-Studie betonen, werde das signifikante Wachstum der Top 100 nicht nur von den Big-Playern vorangetrieben. Anteil am starken Umsatzanstieg hätten vielmehr zahlreiche Unternehmen, die im Ranking der Top 100 E-Commerce-Händler in Deutschland in den Vorjahren noch nicht aufgetaucht seien und nun von den hinteren Plätzen weiter nach vorne drängten. So seien unter den Top 100 erstmals auch Vertreter der Branchen Haushaltswaren, Haustechnik (Sanitär), Erotik und Blumen sowie Online-Apotheken und sorgten diese somit für eine erhöhte Branchenvielfalt.

Wie bereits in den Vorjahren gibt es zum Teil deutliche Diskrepanzen zwischen den von den Online-Händlern selbst vermeldeten Umsatzzahlen und den in das Shop-Ranking aufgenommenen Werten. Diese erklären sich aus der Bemessungsmethode von EHI und Statista: Die Angaben der Studie beruhen auf einer Händler-Befragung (EHI) und Statista-Hochrechnungen auf Basis einer Regressionsanalyse sowie Unternehmensangaben aus Geschäftsberichten, Pressemitteilungen und Unternehmenswebsites. Schwerpunkt der Untersuchung waren B2C-Onlineshops.

Berücksichtigt wurde der Umsatz mit physischen Gütern, also der Umsatz des jeweiligen Onlineshops im Jahr 2014, bereinigt von Retouren, exklusive Umsatzsteuer und nur aus der reinen Geschäftstätigkeit des Onlineshops (ohne sonstige betriebliche Erträge des Unternehmens). Der Umsatz mit digitalen Gütern wie Apps und Streaming-Dienste von Shops, z.B. Apple iTunes und Spotify, wurde nicht berücksichtigt. (mh)

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