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16.03.2006

Groove wird zum Sharepoint-Client

Ein Jahr nach dem Kauf der P-to-P-Software zeichnet sich ihre zukünftige Rolle in Microsofts "Office System" ab.
Microsoft baut die Funktionen für Business Intelligence, Enterprise Search und Content-Management aus. IBM verfolgt mit "Workplace" ähnliche Ambitionen.
Microsoft baut die Funktionen für Business Intelligence, Enterprise Search und Content-Management aus. IBM verfolgt mit "Workplace" ähnliche Ambitionen.

Microsoft hatte die Übernahme von Groove Networks im vergangenen Frühjahr bekannt gegeben. Seitdem blieb es ruhig um die Software des Notes-Erfinders Ray Ozzie. Nun äußerte sich Microsoft über den weiteren Fahrplan für Groove. In vielen Punkten entspricht er den Erwartungen, die anlässlich der Übernahme formuliert wurden.

Der Sharepoint-Server verfügt im Gegensatz zu Notes/Domino bis dato über keinen offline-tauglichen Client. Sein Standard-Frontend ist der Web-Browser. Diese Situation soll sich mit den Sharepoint Services 3 zwar verbessern, weil sie einen Synchronisierungsmechanismus bieten werden, der Dokumente mit Office-Anwendungen abgleichen kann. Die Offline-Fähigkeit beschränkt sich dabei auf die Möglichkeiten der jeweiligen Anwendung, so dass etwa Excel innerhalb des gesamten Sharepoint-Content nur für Tabellenkalkulationen zuständig ist. Groove hingegen soll die Aufgabe übernehmen, die Inhalte ganzer Ordner auf einen PC herunterzuladen und später alle Änderungen mit dem Server abzugleichen. Der in der aktuellen Version von Groove verfügbare "Mobile Workspace for Sharepoint" kann nur ganze Sharepoint-Sites herunterladen und gehört zukünftig nicht mehr zum Lieferumfang.

Dokumentenkontrolle möglich

Die kommende Version der P-to-P-Software soll die neuen Check-in- und Check-out-Funktionen von Sharepoint nutzen. Wenn Benutzer Dokumente aus dem Portal auf ihren lokalen PC herunterladen, dann bleiben sie für andere so lange gesperrt, bis die geänderten Versionen wieder ins Repository zurückgespielt werden.

Die Rolle von Groove reduziert sich allerdings nicht auf seine Replikationstechnik. Vielmehr soll es seine Funktion als Collaboration-Tool auf Basis eines Peer-to-Peer-Konzepts beibehalten. Daher führt Microsoft die integrierten Anwendungen wie Kalender, Notizblock, Diskussionsforen oder Whiteboards fort. Aufgrund der Überschneidung mit anderen Microsoft-Produkten fallen zukünftig jedoch einige Features weg. Dazu zählt besonders das integrierte Instant Messaging, das auf einem proprietären Protokoll beruht und zugunsten einer engeren Integration mit dem "Office Communicator" aufgegeben werden soll.

Formulare und Workflow

Die engere Anbindung an Office sieht auch vor, dass Groove Formulare verarbeiten kann, die mit "Infopath" erstellt wurden. Außerdem nutzt es die kommenden Workflow-Funktionen von Windows, so dass etwa elektronische Anträge aus Sharepoint auch offline genehmigt werden können. Schließlich beabsichtigt Microsoft, die Installation von Groove mit jener von Office zu vereinheitlichen.

Bis dato gibt es keine verbindlichen Aussagen über das geplante Lizenzmodell für Groove. Die Stand-alone-Ausführung soll zu ähnlichen Bedingungen verfügbar sein wie bisher. Aller- dings stellte Marc Olsen, Programm-Manager für Groove, in Aussicht, dass Sharepoint-Kunden die P-to-P-Software ohne zusätzliche Kosten einsetzen können. (ws)