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26.07.1991 - 

Marktforscher untersuchten IT-Strategien der Zukunft

Großanwender müssen sich auf globale Koordination einstellen

LONDON (zek) - Nur etwa 14 Prozent der großen Unternehmen berücksichtigen auch die Belange der Informationsverarbeitung, wenn sie ihre globalen Marktstrategien formulieren, obwohl ihnen die Bedeutung der DV-Systeme durchaus bewußt ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse, die das britische Marktforschungsunternehmen Butler Cox im Auftrag des PCMers Amdahl durchführte.

Der Report mit dem Titel "Globalisation: The IT Challenge" basiert auf einer Befragung von mehr als 100 der weltweit größten Unternehmen. Darüber hinaus wurde eine Reihe von Interviews durchgeführt und die zu dieser Thematik verfügbare Literatur ausgewertet.

Nach Butler Cox kann zwischen vier grundsätzlichen Strategien beim Aufbau einer weltweiten DV unterschieden werden. Bei der "Exporter Strategy" steht ein Zentralrechner im Mittelpunkt, an den über die ganze Welt verteilte Arbeitsplätze angeschlossen sind - ein System, wie es von den meisten Fluggesellschaften verwendet wird. Der "National Adaptor" benutzt in verschiedenen Regionen unterschiedliche DV-Systeme, die nicht miteinander vernetzt sind. Der "Central Coordinator" setzt in den verschiedenen Regionen identische Systeme ein, die ebenfalls nicht vernetzt sind. Das Optimum, so Butler Cox, hat der "Global Coordinator" erreicht: Hier sind aufeinander abgestimmte Systeme in verschiedenen Weltregionen miteinander vernetzt. Der Datenund Informationsverkehr läuft koordiniert.

Im Hinblick auf die gegenwärtige Situation, in der die meisten Großunternehmen damit befaßt sind, ihr Leistungsangebot auf zusätzlichen geographischen Märkten zu plazieren, ist ein Höchstmaß an Koordination, Flexibilität, Konsistenz und Effizienz nötig. Dieses Anspruchsprofil ist nach dem Ergebnis der Studie auf seiten der Unternehmens-DV die Ursache enormer Veränderungen. So sähen sich die DV-Verantwortlichen mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihre Abteilungen so umzuorganisieren, daß sie den globalen Unternehmensstrategien gerecht würden. Zudem hätten sie Applikationen zu entwickeln, die im Sinne einer internationalen Koordination sinnvoll einsetzbar sein müßten.

Eine der dazu nötigen Maßnahmen sei die Analyse der Geschäftsabläufe mit dem Ziel, die den nationalen Teil-Konzerngesellschaften gemeinsamen "basic-workflows" zu ermitteln, um auf diese Weise zu einem Ausgleich divergierender Sichtweisen und Interessen zu kommen. Schwierigkeiten kommen auf die Unternehmen dann zu, wenn sie die vertikale Kette von Lieferanten, Produzenten und Abnehmern datenmäßig zusammenschalten wollen. Vor allem bei den global orientierten Unternehmen, die versuchten, ihre Position via Partnerschaft oder Übernahmen zu stärken, sei dieses Problem besonders groß.