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28.07.2009

Große Agenturen leiden deutlich weniger

Die zehn führenden Freiberufleragenturen konnten ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 36,8 Prozent steigern, wie die aktuelle Lünendonk-Studie ergab.

Die etwa 72.000 freiberuflichen IT-Experten in Deutschland dürften im vergangenen Jahr Aufträge im Wert von 6,6 Milliarden Euro abgearbeitet haben. Dieser Gesamtumsatz der Freiberufler bildet den Rahmen für Anbieter, die entweder als Vermittlungs- und Rekrutierungsspezialisten oder als klassisches IT-Beratungs- oder IT-Dienstleistungsunternehmen zusätzlich zu den eigenen IT-Beratern auch freiberufliche IT-Experten für Kundenprojekte einsetzen.

Die zehn führenden Anbieter von Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Selbständigen haben mit diesem Teil ihres Leistungsspektrums 2008 insgesamt mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erzielt. Das entspricht einem Marktanteil von mehr als 15 Prozent – Tendenz steigend. 2007 lag der Marktanteil der Anbieterunternehmen am gesamten Projektvolumen für freiberufliche IT-Experten noch bei 13,5 Prozent.

Systemintegrations-Projekte gehen zurück

"Für freiberufliche IT-Profis ist es deutlich schwieriger geworden, Anschlussprojekte zu finden", beschreibt Hartmut Lüerßen, Partner der Lünendonk GmbH und Autor der Studie, die Situation. Viele Projekte ständen auf dem Prüfstand. Durch ausgesetzte Investitionen entfielen Systemintegrations-Projekte. "In dieser Situation wenden sich Freelancer, die ihre Projekte bisher selber gewonnen haben, an die Vermittlungsanbieter", so Lüerßen weiter. Diese Tendenz wird durch die Prognosen der führenden Anbieterunternehmen bestätigt. Für dieses Jahr gehen die von Lünendonk befragten Anbieterunternehmen von einem Marktrückgang von 3,2 Prozent aus. Die Top Ten erwarten gleichzeitig für das eigene Unternehmen noch steigende Umsätze von durchschnittlich 1,7 Prozent, wobei die Prognosewerte von zweistellig negativ bis zweistellig positiv stark streuen.

Preis wichtiger als frühere Einsätze beim Kunden

Nach Einschätzung der von Lünendonk befragten Anbieterunternehmen ist die Höhe des Tagessatzes mit Abstand das wichtigste Entscheidungskriterium für die Auswahl eines freiberuflichen IT-Experten. Auf einer Skala von –2 = unwichtig bis +2 = sehr wichtig wird dieses Kriterium mit 1,7 am höchsten bewertet. Mit jeweils 1,2 werden die Kriterien "Beratungskompetenz" und "Prozess-Know-how in den jeweiligen Branchen" beurteilt. Das "Technologie-Know-how" liegt mit 1,1 auf vergleichbarem Niveau.

Mit durchschnittlich 0,8 spielen die "früheren Einsätze beim Kunden" eine geringere Rolle. Referenzen werden mit 0,6 noch niedriger eingeschätzt, sind jedoch gerade in den Fällen, in denen die freiberuflichen IT-Experten noch keine Projekteinsätze beim Kunden hatten, neben dem persönlichen Eindruck die einzige belastbare Quelle für die Prüfung der wichtiger bewerteten Entscheidungskriterien. "Für die Selbständigen ist es von entscheidender Bedeutung, ihre Profile gut zu strukturieren und aktuell zu halten", analysiert Lüerßen. "Auch eine schnelle Reaktion entscheidet oft über den Zuschlag."

Die Studie kann ab sofort bei der Lünendonk GmbH zum Preis von 950 Euro (PDF-Datei, zuzüglich Mehrwertsteuer und inklusive Versand) bestellt werden. (hk)