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14.06.2006

Große Bestellungen erhofft

Unter anderem das neue Logistikzentrum im tschechischen Bor soll es ermöglicht haben: Tech Data berechnet die Frachtpreiskonditionen neu. Vor allem SMB-Händler würden davon profitieren, so der Broadliner.

Von Alexander Roth

Seit dem 19. Juni 2006 berechnet Tech Data die Frachtkosten für reguläre Zustellungen mit neuen Sätzen. Die wohl wichtigste Änderung: Ab einem Bestellwert von 2.500 Euro liefert der Broadliner die Waren versandkostenfrei, gleich über welches System (Telefon, Fax oder Webshop "Intouch") der Auftrag bei Tech Data eingegangen ist.

Warenorders von geringerem Wert berechnen sich ab nächster Woche anhand einer vierstufigen Preisstaffel: Bestellungen mit einem Volumen von unter 500 Euro kosten 14,95 Euro beziehungsweise 9,95 Euro, wenn sie über Intouch abgewickelt werden. Für Lieferungen mit einem Warenwert von 500 bis 999 Euro verlangt Tech Data künftig 8,95 Euro (Intouch 6,95 Euro) und von 1.000 bis 2.499 Euro noch 5,95 Euro (Intouch 3,95 Euro).

Bei allen Preisen setzt der Distributor dabei "reguläre Fracht" voraus, die keine Sonderdienste wie Früh- oder Samstagszustellung beinhalten. Für diese Dienste hat der Distributor die Preise um jeweils fünf Euro angehoben.

Für das Gros der Fachhändler bedeutet die neue Preisstruktur von Tech Data in jedem Fall einen Kostenvorteil: Wiederverkäufer mussten bislang bei regulären Bestellungen unter 1.000 Euro eine Frachtgebühr von bis zu 10 Euro bezahlen, auch wenn sie Intouch für die Order einsetzten.

Lager in Bor schafft neue Konditionen

Nach Unternehmensangaben ermöglicht auch das im Mai 2006 eröffnete Logistikzentrum im tschechischen Bor (ComputerPartner 23/06, Seite 12) die neuen Konditionen. Tech Data erhofft sich zudem, dank der neu gesetzten Anreize vermehrt konsolidierte (zusammengefasste) Ladeeinheiten ausliefern zu kommen. Deutschland-Chef Klaus Schlichtherle: "Als fairer Partner wollen wir künftig die Kostenvorteile weitergeben, die uns bei größeren Aufträgen entstehen." Doch die andere Seite der Medaille: Kleinere Aufträge könnten für den Distributor langfristig teurer zu stehen kommen als die maximalen zehn Euro; Faktoren wie nur halb ausgelastete Transporter oder Wartezeiten an der Grenze könnten sich als Kostenmultiplikator bei kleinen Lieferungen erweisen. Bislang waren jedoch nach Angaben des Distributors alle Lieferungen aus Bor zu 100 Prozent ausgelastet. Uwe Thiel, bei Tech Data für die Entwicklung des Systems mit verantwortlich, warnt aber, dass die Kosten von Klein- und Kleinstaufträgen "derzeit besonders hoch" seien. Thiel: "Wir wünschen uns eine Erhöhung des durchschnittlichen Auftragswertes, da wir dann Kostenvorteile erzielen, die wir weitergeben."