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05.02.2007

Große Pläne nach dem Fritz-Erfolg

Dank der "Fritz Box" konnte der Kommunikationsspezialist AVM seinen Umsatz 2006 um 20 Prozent auf 240 Millionen Euro steigern. Auch 2007 haben die Berliner viel vor.

Von Hans-Jürgen Humbert

Allein im Jahr 2006 verkaufte AVM von den rund 15 verschiedenen Fritz-Box-Modellen mehr als vier Millionen Stück. In Deutschland sind damit die Berliner Kommunikationsspezialisten mit einem Anteil von rund 41 Prozent Marktführer bei DSL-Endgeräten; europaweit erreicht AVM immerhin noch 10 Prozent Marktanteil.

Ullrich Müller-Albring, Gesamtvertriebsleiter von AVM, gibt sich aber damit nicht zufrieden. Durch aggressives Marketing drängen immer mehr Provider auf den Breitbandmarkt. Die zum Vertrag gehörende Hardware ist meist sehr preiswert und entspricht oft nicht unbedingt dem Stand der Technik. Müller-Albring sieht deshalb noch ein Potenzial für seine Geräte. Er schätzt, dass im vergangenen Jahr rund 250.000 DSL-Endgeräte ohne Vertrag verkauft wurden. Dieser Verkauf sei eine Sache des Fachhandels, der Händler muss aktiv auf Kunden zugehen und explizit DSL-Endgeräte anbieten. Denn woher soll ein Kunde wissen, dass es bessere Geräte gibt, wenn ihn nicht sein Händler darauf hinweist, so Müller-Albring.

Wie jedes Jahr ist der Kommunikationsspezialist auch 2007 wieder auf der CeBIT präsent. Diese Messe sei für AVM besonders wichtig, so Müller-Albring, denn hier kommen ungefähr 1.000 Fachbesucher an unseren Stand.

Mit der neuen Einrichtung "Fritz Labor" auf der AVM-Webseite will Müller-Albring Kundenwünsche schneller in die Praxis umsetzen. Kostenlose Downloads von Firmware zu den einzelnen Fritz-Box-Versionen geben Endkunden die Möglichkeit, neue Funktionen an ihren Geräten zu testen, bevor diese implementiert werden. Dadurch bekommt AVM schon vor dem regulären Einsatz der Firmware Resonanz von den Kunden und kann so deren Erfahrungen mit einfließen lassen.

Mit neuen Versionen der Fritz-Box-Reihe will AVM 2007 weitere Marktsegmente besetzen. Den Anfang macht das VoIP-Gateway "5188", eine Telefonanlage für Internet und Festnetz-Telefonie. Es bietet vier externe S0-Schnittstellen und vier interne S0-Ports für den Anschluss einer ISDN-Telefonanlage. Das Gerät wurde speziell für kleinere Unternehmen entwickelt, deren Mitarbeiter viel telefonieren müssen. Mit einem entsprechenden Vertrag lassen sich dann viele Telefonate sogar kostenlos via Internet führen. Bei großem Telefonaufkommen amortisieren sich die Anschaffungskosten bereits in einem Monat, so Müller-Albring. Das Gerät soll Anfang März auf den Markt kommen und im Einkauf rund 240 Euro kosten.

Telefonieren und Musik hören

Mit dem "Fritz Fon" will AVM Telefonieren in HiFi-Qualität ermöglichen. Normale Telefone übertragen nur einen Frequenzbereich von 300 bis 5.000 Hz. Fritz Fon dagegen überträgt bis 16.000 Hz. Aber das Gerät ist mehr als ein simples Telefon mit besseren Übertragungseigenschaften. Via WLAN empfängt Fritz Fon Sound-Dateien vom heimischen Rechnersystem und gibt sie über Kopfhörer wieder. Ausgewählt werden die Musikstücke über das Display am "Telefon". Mit dem Fritz Fon steht dem Anwender seine komplette Musiksammlung auf dem PC drahtlos zur Verfügung. Eine Festplatte oder ein Flash-Speicher ist nicht integriert, da das Gerät allein für den Betrieb zu Hause konzipiert wurde. Fritz Fon wird für rund 160 Euro HEK erhältlich sein.