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Datev-Erfolge mit hauseigenen Instruktoren


09.05.1975 - 

"Große sollten selber schulen"

NÜRNBERG - Johannes Leonhard Mohr (37), EDV-Instruktor und Ausbildungsleiter bei der Datev E. G., Nürnberg, erklärt: "AII jene EDV-Anwender, insbesondere aber Großunternehmen, die der Meinung sind, daß der Unterhalt einer eigenen Schulungsabteilung beziehungsweise die Einführung interner EDV-Schulungen auf die Dauer zu teuer kommt, möchte ich anhand des nachfolgenden Kostenvergleichs vom Gegenteil überzeugen."

Nach Mohrs Aussagen hat die Datev (Datenverarbeitungsorganisation der Steuerbevollmächtigten für die Angehörigen des steuerberatenden Berufes in der Bundesrepublik e. G.) im vergangenen Jahr für 493 Mitarbeiter, größtenteils DV Fachkräfte, etwa 46 verschiedene interne EDV-Lehrgänge, teilweise mehrmals, mit drei "hauseigenen" Instruktoren durchgeführt. Alles in allem wurden für diese hausinternen Schulungen, wie beispielsweise Assembler-OS-Kurzausbildung, OS-Zugriffsmethoden, VSGrundlagen, Datenbanken-Grundlagen, -Konzepte und -Methoden, 231 Schulungs-Tage aufgewendet.

An Kosten fielen an:

Gehälter ca. 140 000 Mark

Materialien ca.13 000 Mark

Raummiete ca. 5000 Mark

158 000 Mark

In dieser Summe sind die Kosten für solche Lehrgänge enthalten, die vom Hersteller (hier IBM) angeboten werden und jene, die der Hersteller selbst nicht anbieten kann - beispielsweise solche im Bereich der Systemanalyse. Mohr "Im Vergleich dazu wären bei einer externen Hersteller-Schulung unter Zugrundelegung von Mindestsätzen tatsächliche Aufwendungen von rund 350 000 Mark entstanden. "

Seine Vergleichsrechnung basiert auf folgenden Mindestwerten:

Fahrtkosten je Teilnehmer 100,- Mark

Tagesspesen je Teilnehmer 30,- Mark

Übernachtungskosten je Teilnehmer 40,- Mark

Erfolg mit Video

Bei einem Großteil der 46 internen Datev-Lehrgänge sind laut Mohr mit gutem Erfolg Video-Kurse als Unterstützung und Auflockerung zum konventionellen Unterricht eingesetzt worden. Einige Seminare, wie zum Beispiel die Einführung in die EDV für Angehörige der Fachabteilungen, sind als sogenannte Halbtagskurse abgehalten worden, um den Teilnehmern den Fortgang ihrer regulären Arbeit halbwegs zu gewährleisten.

Hersteller-Instruktoren zu teuer

Von der Hinzuziehung von Instruktoren aus dem Hersteller-Bereich hält Mohr wenig: "Unter 1200 Mark ist da zur Zeit niemand zu bekommen." Dagegen kämen, falls keine unterrichtserfahrenen "hauseigenen" EDV-lnstruktoren zur Verfügung stünden, Lehrkräfte aus dem EDV-Dienstleistungssektor beziehungsweise aus den Softwarehäusern merklich billiger: "Die Tagessätze liegen bei etwa 700 bis 800 Mark pro Instruktor."

Dem Einwand, daß es für kleine und mittlere EDV-Anwender grundsätzlich nicht möglich sei, hausinterne Schulungen durchzuführen, begegnet Mohr mit folgendem Vorschlag: "Bei allgemeinen Grundlehrgängen, wie beispielsweise EDV-Einführungskurse oder der Unterrichtung in Programmiersprachen, ist meines Erachtens eine Zusammenarbeit der Anwender untereinander durchaus möglich."