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11.08.2005

Großer Bruder hört bei VoIP mit

US-Behörden finanzieren Entwicklung eines Überwachungs-Tools.

Amerikanische Sicherheitsbehörden wollen verstärkt das Telefonieren via Internet (Voice over IP = VoIP) überwachen. Schließlich entwickle sich die neue Technik, so warnt zumindest die Bundespolizei FBI seit über zwei Jahren immer wieder, "zum Himmel auf Erden für Terroristen, Spione und Kriminelle".

Diesem Treiben soll nun endgültig ein Riegel vorgeschoben werden. So verpflichtete die US-amerikanische Regulierungs- behörde FCC die großen VoIP-Provider, innerhalb von 18 Monaten die 15 Jahre alten Abhörvorschriften des Communications Assistance for Law Enforcement (Calea) umzusetzen. Diese Vorgaben betreffen zwar nur Telefonate vom Internet ins Festnetz und umgekehrt, doch auch mit der Privatsphäre bei reinen VoIP-Gesprächen soll Schluss sein.

Die National Science Foundation (NSF) fördert die Entwicklung eines Programms, um beispielsweise das anonyme Telefonieren via Skype mit Hilfe von Proxy-Servern wie Findnot.com, Proxify.us oder Anonymizer.com zu unterbinden.

Wasserzeichen für VoIP

Xinyuan Wang, der an einem entsprechenden Tool arbeitet, erhielt von der NSF für seine Anstrengungen im Kampf gegen Kriminalität und Terrorismus über 300000 Dollar. Wangs Ansatz ist relativ einfach: Er versieht die Skype-Pakete mit einer Art unsichtbarem digitalem Wasserzeichen, das Auskunft über den Absender gibt Damit seien zwei Skype-Gesprächspartner selbst dann identifizierbar, wenn sie einen Anonymizer-Proxy verwenden.

Wangs Tool, dessen Funktionstüchtigkeit bereits bewiesen wurde, hat jedoch einen Nachteil: Damit es funktioniert, müssen die Hersteller von VoIP- Software ihre Programme ändern, um an die VoIP-Pakete das digitale Wasserzeichen anhängen zu können. Politische Beobachter gehen aber davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Hersteller in den USA per Gesetz dazu gezwungen werden. (hi)