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15.07.1983 - 

Logic'83, Fachausstellung für Mikro- Hard- und Software sowie OEM

Großer Erfolg für eine kleine Messe

ZÜRICH (sg) - Die ursprünglich als "Ersatz-büfa" aufgezogene, im nachhinein dann aber als Messe der Wiederverkaufter titulierte Logic '83, die erste Züricher Fachausstellung für Hard- und Software im Bereich Mikro- und Kleincomputer, welche vom 15. bis 18. Juni '83 im Kongreßhaus über die Bühne ging und auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern 35 Aussteller vereinte, hat allen Unkenruf en zum Trotz Ihre Premiere gut bestanden.

Weit über 9000 Besucher, welche nach übereinstimmender Meinung von Ausstellern und Veranstalter, durchwegs nicht zum Kreis der Hobbyisten zu zählen waren, haben zwar nicht verhindern können, daß trotz Unterstützung durch die CL-Genossenschaft für die Ausstellung ein Defizit eingefahren wurde, aber sie haben doch wenigstens die Erwartung in bezug auf den Besucherstrom um mehr als 50 Prozent übertroffen.

Mit von der Partie bei dieser, zwar nicht von ihrer Konzeption, wohl aber von ihrer Besetzung, wie auch von den Besuchern eher als regionale denn als gesamtschweizerische Messe einzustufenden Veranstaltung, waren praktisch ausnahmslos alle heute im Bereich Mikro- und Kleincomputer bekannten Marken.

Und zwar nicht ausschließlich nur durch ihre Wiederverkaufe repräsentiert, sondern durchaus auch durch die in der Schweiz tätigen Generalvertreter beziehungsweise Importeure, wie zum Beispiel Excom AG für Epson, Industrade AG für Apple und DSE für Osborne. Letztere, die eigentlich der büfa vorbehalten bleiben sollten, haben die Logic '83 in erster Linie dazu genutzt, um weitere OEMs für ihre zum Teil erst mit dieser Messe erstmals in der Schweiz einem breiten Publikum vorgestellten Produkte zu interessieren.

Groß im Bild war aber auch der mittlerweile über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannte Pionier der Branche und rührige Präsident der CL-Genossenschaft für die Ausstellung, Hannes Keller, welcher es sich nicht nehmen ließ, an seinem Stand neben kommerziellen Applikationen eine via IBM-PC ablaufende Flugsimulation mit Eidophor-Großbild vorzustellen. Dazu gab es weiter eine vollständig eingerichtete Computerschule der Digicomp AG, wo für fünf Franken pro Stunde Schnupperkurse für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten wurden.

Die Unerfahrenheit vieler Aussteller, welche zu einem großen Teil Oberhaupt das erste Mal eine Messe zu bestellen hatten, mag mit ausschlaggebend dafür gewesen sein, daß an sich das Thema Software seiner heutigen Bedeutung beziehungsweise den Vorstellungen des Veranstalters entsprechend etwas zu kurz kam. So fehlten zum Beispiel weitgehend die Lösungen zu allgemeinen kommerziellen Problemstellungen, beziehungsweise wurden solche zu wenig in den Vordergrund gerückt. Wer es indes verstand die Software im richtigen Licht zu zeigen, zum Beispiel die in der Softwareentwicklung erfahrene EDV-Zürich AG, konnte Verkaufsabschlüsse, was sonst eher selten der Fall war, direkt an der Logic '83 für sich verbuchen.

Es darf als sicher angesehen werden, daß am gleichen Ort auch 1984 wieder eine solche Messe stattfindet. Dafür sprechen nicht zuletzt die bereits bis heute vorliegenden 70 Voranmeldungen. Vorgesehen ist zudem eine Wanderausstellung, die die Logic auch noch nach Bern und Basel führen soll.

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