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Neuer Datenbankprozessor von Intel:


02.04.1982 - 

Großrechner-Image für Mikrocomputer

MÜNCHEN (CW) - Der neugegründete Intel-Geschäftsbereich CMO (Commercial Microsystems Operation) stellte jetzt einen Datenbankprozessor (iDBP) vor. der die Funktionalität eines Großrechnersystems in kleinere Büro- oder Mikrocomputersysteme implementieren soll. Dieser neue Prozessor übernimmt laut Hersteller die File- und Datenbank-Management-Funktionen für Anwendungen, die sonst auf separaten Hostrechnern ablaufen.

Im Gegensatz zu konventionellen Datenbank-Management-Systemen, die nach Intel-Meinung eigentlich nur umfangreiche und komplexe Software darstellen, ist der neue Datenbankprozessor dagegen eine "Black-box"-Realisierung. Hierdurch werde nicht nur der Hostrechner sondern auch das eventuell angeschlossene Mikrocomputersystem entlastet. Hinzu komme, daß der iDBP als eigenes Hardwaresystem Arbeitslast vom Hostrechner übernehme.

Im Betrieb befindet sich der Datenbankprozessor Intel zufolge zwischen dem Hostrechner und den Massenspeichern. Dort arbeite er als Slave zum Hostcomputer und reagiere entsprechend dessen Befehlen. Die typische Ausführungszeit des iDBP von zwei Transaktionen pro Sekunde (eine Transaktion beinhaltet zehn bis zwölf Plattenspeicherzugriffe plus zugeordnete Datenverarbeitung) sei zwar relativ langsam für ein Großrechnersystem, aber ausreichend hinsichtlich der Ausführungsgeschwindigkeit von Mikrosystemen.

Der neue Prozessor verarbeite auch Files mit beliebigen Strukturen einschließlich Textstrings. Ein Textsuchmechanismus vervollständige diese Möglichkeiten. Damit sieht sich Intel mit dem iDBP bereits im "integrierten Büro" sitzen.

Aufgebaut ist der iDBP nach Herstellerangaben mit zwei 16-Bit-Mikroprozessoren 8086. Einer kommuniziert mit dem (oder den) Host-Computer(n) via einem vom OEM definierten, speziellen Interface-Modul, der andere führt die Software des Betriebssystems und des DBM-Kerns aus und verwaltet die verschiedenen Hardware-Ressourcen. Dieser 8086 verfügt außerdem über mindestens 128-KB-RAM-Speicher mit Fehlerkorrektur.

Intels Datenbankprozessor ist verfügbar als Stand-alone-System einschließlich Chassis mit Multibus-Rückwand und 13-Platinen-Einschubgehäuse, von denen acht vom Anwender individuell belegbar sind.