Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

23.12.1994

Grossrechnersoftware soll auf PC-Basis programmiert werden IBM reduziert fuer Entwickler die Lizenzgebuehr von /390-Rechnern

FRAMINGHAM (IDG) - Mehrere Unix-Softwarehaeuser in den USA weigern sich, ihre Produkte auf IBMs /390-Rechner umzustellen, wenn Big Blue nicht die Lizenzgebuehren fuer Entwicklungsrechner senkt. Plaene fuer Testsysteme mit /390-Prozessoren gibt es, doch wurde schon jetzt bekannt, dass davon nur einige wenige Entwickler profitieren werden.

IBM will bis Sommer 1995 /390-Entwicklungsmaschinen auf Basis eines PC-Servers an grosse Softwarehaeuser wie Sybase liefern. Unix- Programmierer sollen damit ermutigt werden, Software fuer das Betriebssystem MVS zu entwickeln oder bereits erhaeltliche Applikationen umzustellen. Wer nicht zu den Auserwaehlten zaehlt, kann die Geraete zu vergleichsweise niedrigen Kosten mieten, meldet die CW-Schwesterpublikation "Computerworld".

Die Unix-Entwickler sind gewohnt, Testrechner von Herstellern wie Hewlett-Packard direkt zu erhalten. Doch bei Grossrechnern wie IBMs /390-Baureihe mussten dafuer immer die normalen Gebuehren entrichtet werden - fuer viele kleinere Firmen ein unbezahlbarer Luxus.

Obwohl IBM seit Fruehjahr dieses Jahres die Preise schon um 50 Prozent gesenkt hat, zoegern einige Hersteller. Hinter den Kulissen wurde bekannt, dass IBM mit einzelnen Unternehmen Sonderkonditionen aushandelt. Sybase beispielsweise wird wahrscheinlich Hilfsprogramme fuer die Datenbank "System 10" auf MVS portieren, wenn die Finanzierung mit IBM geklaert ist, sagte Josh Bersin, der bei Sybase die Entwicklung fuer IBM-Systeme leitet. "Selbst wenn die Mietkosten auf die Haelfte reduziert werden, sind sie eher fuer eine Bank mit 1000 Mitarbeitern bemessen als fuer ein Softwarehaus mit zwoelf Programmierern."

Wer jetzt mit Big Blue ueber die Kosten einer Portierung verhandelt, hat gute Karten: "IBM braucht neue Client-Server- Applikationen, sonst ist der Boom der /390-Rechner vorbei", schaetzt Charlie Bruns, Marktbeobachter bei der Gartner Group in Stamford im Bundesstaat Conneticut. "Fuer die neuen Parallelrechner der /390-Serie gibt es so gut wie keine Applikationen."