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06.12.2004

Groupe Bull erhält die Subventionen

Die EU-Kommission stimmt einer Sanierung zu.

Der lang ersehnte Sanierungsplan für die angeschlagene Groupe Bull hat vergangene Woche von der EU-Kommission grünes Licht erhalten. Insgesamt 517 Millionen Euro Beihilfe darf der französische Staat für die Rettung der Company ausgeben. Mit dem Geld muss Bull früher bezogene Subventionen in Höhe von 450 Millionen Euro zurückzahlen, die wegen Geldmangels gestundet worden waren. Um den Bestimmungen der EU-Kommission zu entsprechen, darf die französische Regierung das Geld erst Anfang 2005 überweisen. Eine Vorschrift besagt, dass zwischen staatlichen Unterstützungsrunden mindestens ein Intervall von zehn Jahren liegen muss. Zuletzt hatte die Regierung dem Konzern im Jahr 1994 mit mehr als einer Milliarde Euro unter die Arme gegriffen.

Zum Rettungsplan des Unternehmens zählen zudem eine Kapitalerhöhung sowie der Verzicht der Gläubiger auf große Teile ihrer Investitionen. Der Konzern muss im Gegenzug in den kommenden acht Jahren jeweils 23,5 Prozent seines Vorsteuergewinns an den Staat abführen. Dieser Wert wird aktuell auf rund 50 Millionen bis 60 Millionen Euro taxiert. Dank einer Restrukturierung schreibt Bull inzwischen wieder schwarze Zahlen: Für das erste Halbjahr 2004 wies der Konzern einen um 69 Prozent gestiegenen Nettogewinn von 2,2 Millionen Euro aus.

Neuer CEO kommt von IBM

Ein Wechsel im Topmanagement soll den Neuanfang begleiten: Bull wählte Didier Lamouche zum CEO und Chairman. Lamouche war zuletzt Vice President für die weltweite Halbleiterfertigung bei IBM. Davor leitete er das Speicherchip-Joint-Venture Altis von Infineon und IBM. Interims-CEO bei Bull ist gegenwärtig Gervais Pellissier, der das Amt im Frühjahr nach dem Tod des damaligen CEO Pierre Bonelli übernommen hatte. (ajf)