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Novell kündigt neue Vorhaben an

Groupwise integriert weitere Internet-Standards

20.12.1996

Seit der letzten Überarbeitung Mitte des Jahres integriert Groupwise bereits einige Internet-Übertragungsstandards. Dazu zählen natürlich TCP/IP, aber auch Verfahren wie Simple Mail Transfer Protocol (SMTP), Multipurpose Mail Extension (Mime) oder Hypertext Markup Language (HTML). Für das erste Quartal 1997 kündigten die Netzwerker nun an, auch das Post Office Protocol 3 (POP 3), das Lightweight Directory Access Protocol (LDAP), das Internet Message Access Protocol (Imap) in der Version 4, die Secure Multipurpose Internet Mail Extension (S-Mime) sowie das Network News Transfer Protocol (NNTP) in das Workgroup-Werkzeug zu integrieren.

"Der Novell-Fokus muß auf Verfahren wie SMTP, Mime, POP 3, LDAP oder Imap 4 liegen", analysiert Mark Levitt, Internet-Fachmann bei der IDC Corp., Framingham. "Das ist natürlich, denn als das Unternehmen mit der Version 5 herauskam, war ihm die Konkurrenz in Sachen nativer Internet-Support schon enteilt."

Während Levitt die Integration von Internet-Techniken kritisch beäugt, konnte er anderen Neuerungen durchaus Positives abgewinnen. Das von Groupwise implementierte Verfahren, aus dem Workgroup-Tool heraus Dokumente im Web zu veröffentlichen, habe Lotus bereits mit Erfolg eingeführt. Der "Domino"-Server der IBM-Tochter sei mit dieser Möglichkeit im Markt akzeptiert worden. Microsoft habe dagegen eine derartige Lösung in Exchange noch nicht implementiert.

Das Vorhaben mit dem Codenamen "Jefferson Project" soll dem Administrator Funktionen an die Hand geben, mit denen er Anwendern Zugriffsrechte auf bestimmte Dokumente eröffnet oder sperrt. Die Dokumente sind in der Groupwise-Bibliothek abgelegt und lassen sich bei Anforderung dynamisch ins Web stellen. Änderungen an den Dokumenten greifen automatisch auch im Internet.

Die von Novell angekündigten Java-Vorhaben hält IDC-Mann Levitt dagegen für weniger wichtig: "Sobald ich Java höre, denke ich an Zukunftsvisionen, deren Realisierung in den Sternen steht." Java laufe nur auf 32-Bit-Plattformen, in den Unternehmen seien aber häufig noch 16-Bit-Systeme im Einsatz. Zudem gebe es ungelöste Sicherheitsfragen.