Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.05.1996 - 

Idee der NCs von Verlierern geboren?

Grove prophezeit Pentium-PCs statt Netzterminals fürs Internet

Wenn Grove recht behält, dann werden in Zukunft nicht die insbesondere von Oracle-Chef Larry Ellison propagierten 500-Dollar-Geräte den Weg ins Internet-Computing weisen, sondern Pentium-basierte Hochleistungs-PCs mit Multimedia-Fähigkeiten wie 3D-Grafik, Soundkarten, Videokonferenzsystemen sowie aufgespielter Software für den Zugang zum World Wide Web (WWW).

Daß Intel dabei gut verdienen würde, ist klar, kann der Chipfabrikant doch neben der CPU unter anderem mit "Proshare" auch die entsprechende Videokonferenztechnik anbieten, die noch in diesem Jahr Drittanbietern zugänglich gemacht werden soll.

Unterstützung bekommt Grove von Sean Maloney, Intels Verantwortlichem für den asiatisch-pazifischen Raum. Er macht eine Schwäche der NCs aus: Die Infrastruktur, sprich die Bandbreite der Kommunikationsverbindungen. "Die Schwierigkeit des NC-Modells liegt darin, daß die größte Last auf der schwächsten Komponente ruht."

Seiner Meinung nach werden die Leitungskosten nicht so niedrig werden wie derzeit vorhergesagt, zudem sei die notwendige Infrastruktur weltweit nicht ausreichend ausgebildet. So entgehe den NC-Anbietern der, zumindest was PCs angeht, am schnellsten wachsende Markt: "Es gibt in Asien acht Länder mit Zuwachsraten von jährlich über 50 Prozent."

Schützenhilfe bei ihrem Feldzug gegen die Internet-Geräte bekommen die Intel-Manager vom amerikanischen Marktforschungsunternehmen Oxford Analytica, das unter anderem die New Yorker Großbank Citicorp. bei Investitionsentscheidungen berät. Die Forscher wurden nach ihrer Meinung zu den Erfolgsaussichten von Set-top-Browsern befragt, die sich den Weg ins Internet über eine Satellitenkommunikation bahnen. "Sie sind nichts anderes als minimal ausgebaute Low-cost-Workstations ohne Festplatte, die dem Benutzer nur den Internet-Zugang erlauben." Diese Terminals bedeuteten die Rückkehr zum Mainframe-Modell und sollten "als Reaktion der Verlierer im PC-Betriebssystem-Geschäft auf die Dominanz von Microsoft verstanden werden".