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19.04.1996 - 

IT im Maschinenbau/

Gut sortierter Werkzeugkasten

Eigentlich muesste er ja raus sein, der Sand im IT-Getriebe der Maschinenbauer. Jahrelang schlugen sich mittlere und auch grosse Unternehmen - und die haetten es besser wissen muessen - mit unpassenden, ueberfrachteten PPS-Sytemen herum, quacksalberten viel zu lange (Pardon!) mit 2D-Grafik, verliessen sich auf die verbalen Kuenste ihrer Organisatoren, ohne deren Konzepte in IT-Technik umzusetzen. Die drei Buchstaben CIM (Computer Integrated Manufacturing) verstopften ihnen eher die Ohren, als dass sie die Raeder in neuen Schwung gebracht haetten.

Sehr unbequem wurde es zum Beispiel in den Unternehmen, die im globalen Uebernahmezirkus mit Partnern in den Ring gingen, deren IT nicht kompatibel war (immer noch besser, als wenn die Chemie nicht stimmt). Fuer schnelle Abhilfe wurde hier zunaechst nur im rein administrativen Bereich gesorgt.

Schliesslich muessen die Zahlen stimmen. IT-Unterstuetzung der Kernkompetenzen wie Produktentwicklung und -fertigung wurden haeufig vernachlaessigt: "Mangelndes CIM-Know-how", "scheiternde Konzepte", "zu hohe Komplexitaet", "Standardisierungs-chaos", so die (Aus-)Reden der Integratoren. Zwar propagierten bereits Mitte der 80er Jahre Hersteller und Berater CIM als das Wundermittel gegen Inselloesungen in Konstruktion und Fertigung, aber integriert wurde wegen fehlender Standards und Werkzeuge herzlich wenig. Erst die IT-Entwicklungen der letzten Jahre - Corba, OLE, Engineering Data Management (EDM) sowie andere Normen und Verknuepfungstechniken - liessen den ganzheitlichen DV-Gedanken, der dem Computer Integrated Manufacturing zugrunde lag, wieder aufleben.

Inzwischen liefern etliche Maschinenbauer - vor allem amerikanische (Seite 40) - durchaus Beispiele fuer gelungene Integrationsvorhaben, an denen sich Gross und Klein (Mittel natuerlich auch) orientieren koennen, schliesslich ist die IT-Branche nicht untaetig gewesen.

Maschinenbau-unterstuetzende IT-Tools und -Standards haben sich gerade in den vergangenen drei Jahren entscheidend weiterentwickelt. Ob es sich um Schrittmacher fuer den Wechsel von der 2D- zur 3D-Konstruktion handelt (Seite 46), ob es um Daten- Management-Systeme geht, die dem parallelen Ablauf von Arbeitsprozessen (Concurrent Engineering = CE) gerecht werden und einen weitgehend automatisierten Workflow integrieren, ob es sich um Objektorientierung dreht (Seite 40) oder gar um das einst sehr aufwendige Prototyping neuer Produkte (Seite 43): Tools stehen in ausgereifter Technik zur Verfuegung. Der IT-Werkzeugkasten fuer den Maschinenbau ist gut gefuellt.