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30.01.1981

Gute Chancen bei Hochschulen, DV-Herstellern und Software-Häusern: Nur jeder vierte lnformatiker zum Anwender

30.01.1981

KÖLN (ha) - Außer mit den Universitäten muß sich die Industrie mit drei weiteren Auffangbecken für frischgebackene Informatiker abfinden: Nach einer Erhebung der Uni Köln sind Jobs bei DV-Herstellern, Unternehmensberatungen und Software-Häusern bevorzugte Karriere-Sprungbretter für Informatik-Absolventen. Nur jeder vierte wählt einen Arbeitsplatz beim Anwender.

Auskunft über Fragen des Berufes, des Einsatzes und der Tätigkeitsbereiche von Betriebs- und Wirtschaftsinformatikern gibt eine Umfrage, die im Auftrag des Verbandes für Betriebswirtschaftslehre von Professor Dr. Paul Schmitz (Universität Köln) bei Hochschul-Absolventen dieser Fachbereiche durchgeführt wurde. Vor allem DV-Verantwortliche erhalten erstmalig Antwort auf die Frage, wo trotz zunehmender Zahl der Informatik-Abgänger der Nachwuchs verbleibt. So entschieden sich zum Beispiel lediglich 24 Prozent der Kölner Universitäts-Absolventen, die in der Industrie tätig wurden, für eine Tätigkeit im DV-Bereich. Das Gros der Kölner Informatiker (41 Prozent) verlagert sich auf den Fachbereich "mit direktem Bezug zur Datenverarbeitung". 35 Prozent arbeiten ohne DV-Bezug.

Die Erhebung ergab weiterhin, daß der größte Teil des Informatiker-Nachwuchses (21 Prozent) in Unternehmen mit mehr als 5000 Beschäftigten untergekommen ist. Nur vier Prozent entschieden sich für eine Tätigkeit in Betrieben zwischen 500 und 1000 Beschäftigten.

Als relativ hoch bezeichnet Schmitz den Anteil der Informatiker, die eine Anstellung bei DV-Herstellern (elf Prozent), Unternehmensberatungen (sechs Prozent) und Software-Häusern (vier Prozent) fanden. Der Grund sei vor allem im Mangel an qualifizierten Fachkräften sowie in der guten Bezahlung zu sehen.

Kritik äußerten die Informatik-Absolventen indessen am Ausbildungsgehalt ihres Studiums: 64 Prozent der Befragten bezeichneten die anwendungsorientierten Veranstaltungen als nicht ausreichend. Weitere 34 Prozent gaben das Urteil ausreichend.

Gute Chancen rechneten sich wohl daher die Befragten im Hochschulbereich aus. Mit 21 Prozent entschied sich ein recht hoher Anteil für einen Uni-Job.