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Rambus weiterhin zu teuer


23.02.2001 - 

Gute Chancen für DDR-Speicherchips

MÜNCHEN (CW/IDG) - In diesem Jahr sollen nach dem Willen der Hersteller die schnellen Speicherchips vom Typ Double Data Rate (DDR) SDRAM den Durchbruch schaffen.

Via Technologies veranstaltete Anfang Februar in Taipeh die "DDR-Konferenz", auf der die Hersteller von Speicherchips ihre Prognosen und Erwartungen für dieses Jahr abgaben. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Abgrenzung der beiden zukunftsträchtigsten Techniken DDR SDRAM und Rambus DRAM (RDRAM). Letztere wird von der in Kalifornien ansässigen Rambus Inc. im Verbund mit Prozessorriese Intel vertreten. Rambus ist in der Vergangenheit dadurch in die Schlagzeilen geraten, dass es Mitbewerber mit Patentrechtsklagen überzog. Zudem missfällt der Industrie, dass für das Rambus-Design Lizenzgebühren anfallen, was die Produktion des ohnehin schon teuren Speicherchips zusätzlich belastet.

Das Preisgefüge bei Speicherchips ist kritisch, da die Kunden nicht bereit sind, für neuartige Bausteine mehr zu zahlen als für die herkömmlichen. Einer der stärksten Verfechter der DDR SDRAMs ist Micron Technology Inc. aus Boise in Idaho. Jeff Mailloux, Marketing-Verantwortlicher für das DRAM-Geschäft von Micron, will den Preisunterschied zwischen den herkömmlichen SDRAMs und den doppelt so schnellen Bausteinen so schnell wie möglich egalisieren. Es gelte aber die Regel, "while volume does drive cost, pricing drives volume".

Und da liegt derzeit der Pferdefuß, denn die Erlöse aus dem Verkauf von SDRAMs bewegen sich "auf einem schmerzhaften Niveau", wie Jon Kang, Senior Vice President der koreanischen Samsung Electronics Co. Ltd., bekannte. Trotzdem sind sich die Industrievertreter darüber einig, dass 128-MB-DDR-SRAMs bereits Mitte dieses Jahres auch in 600-Dollar-PCs zu finden sein werden. "Selbst wenn der Hauptspeicher dabei mit 100 Dollar zu Buche schlägt", prognostizierte Farhad Tabrizi von Hyundai Electronics. Im Gegensatz zu den Rambus-Bausteinen, die nur im oberen Desktop-Markt eine Rolle spielten, würden die DDR-Chips sich auf breiter Front durchsetzen und auch in Notebooks und anderen digitalen Geräten Verwendung finden. Tabrizi schätzt, dass DDR-Chips in diesem Jahr etwa 15 Prozent aller Memory-Bausteine ausmachen werden. Für das kommende Jahr prognostiziert er bereits einen Marktanteil von 40 Prozent, der bis 2004 auf 85 Prozent angewachsen sein soll.

Für die Konkurrenztechnik Rambus spricht, dass sie als einzige den Pentium-4-Prozessor von Intel unterstützt. Deshalb veranschlagt Samsung dafür in diesem Jahr einen Anteil von 30 Prozent an der eigenen Produktion. DDR-Chips werden nur zehn Prozent des Ausstoßes der Koreaner ausmachen, erklärte Kang. Doch auch von Intels Seite droht Gefahr für Rambus: Im zweiten Halbjahr soll das Chipset "Brookdale" für den Pentium 4 auf den Markt kommen, das zunächst SDRAMs und später auch DDR-SRDAMs unterstützen wird.

Abb: Ausgelieferte DRAM-Bausteine

Das US-Unternehmen Micron konnte sich im Markt für Speicherchips gegenüber der Konkurrenz aus Asien behaupten. (Quelle: de Dios & Associates)