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11.03.1994

Gute Chancen fuer Gradient-Tool IBM diskutiert Lizenzpraxis bei 390-Mainframe-Anwendungen

ANAHEIM (IDG) - Big Blue will das bislang eher starre Lizenz- Management von Host-Applikationen modifizieren. Neben den bislang systemorientierten Preisen soll ein Modell gefunden werden, das die tatsaechliche Anzahl der Benutzer beruecksichtigt. Im Gespraech ist ein License-Management-Tool von Gradient.

Den hausinternen Diskussionsstand kuenftiger Lizenzpolitik beschreibt die IBM-Managerin Linda Hubbard: Die Entscheidung zwischen der proprietaeren Lizenz-Management-Technik fuer das 390er System oder einem benutzerorientierten Fremdprodukt sei noch in der Schwebe. Bei den Lizenz-Managern anderer Hersteller boeten sich mehrere Alternativen an, darunter der "Ifor/LS" von Gradient, den IBM bereits fuer seine OS/2- und AIX-Plattformen einsetzt.

Lizenz-Manager sollen sicherstellen, dass eine bestimmte Anzahl von Benutzern gleichzeitig auf eine Applikation zugreifen kann. Mit moderneren Produkten laesst sich auch ermitteln, wie viele User eine spezielle Applikation benutzen und wie hoch die Zahl der tatsaechlich erforderlichen Lizenzen ist.

Der von IBM gegen Ende 1992 eingefuehrte Software License Monitor (SLM) verfuegt zwar ueber die wichtigsten dieser Funktionen. Einen wesentlichen Nachteil raeumt Hubbard jedoch ein: Es handelt sich um ein rein proprietaeres Produkt. Die Gradient-Software sei dagegen bereits von Hewlett-Packard, Novell und anderen Herstellern uebernommen worden. Ausserdem mache es im Hinblick auf OS/2 und AIX Sinn, so die IBM-Expertin, auf saemtlichen hauseigenen Plattformen den gleichen Lizenz-Manager einzusetzen. Beim Gradient-Tool sei sich IBM allerdings noch nicht sicher, ob die Technik robust genug fuer eine 390er Mainframe-Umgebung ist. Ohne auf spezielle Schwaechen von Ifor/SL einzugehen, bemerkte Hubbard lediglich, dass es beim Lizenz-Manager auf den Gebieten des Backup und des Disaster-Recovery allgemein noch Entwicklungsbedarf gebe. Gradient-CEO Len Halio sieht keinerlei Probleme, Ifor/LS auch fuer eine Mainframe-Umgebung zu skalieren. Ohne auf die Verhandlungen bezueglich eines MVS- und VM-Supports einzugehen, vermutet Halio, dass die IBM-Plattformen schrittweise von Gradient bedient werden.