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01.06.2001 - 

Neue Studien zur Web-Nutzung

Guter Content und interaktive Funktionen gefragt

01.06.2001
MÜNCHEN (CW) - Neben E-Mail-Korrespondenz wird das Internet derzeit in erster Linie zu Informationszwecken genutzt. Hochwertige und seriöse Inhalte sind daher Grundvoraussetzung für den Erfolg einer Site. Beim E-Commerce haben verschiedene Bezahloptionen, eine schnelle Lieferung sowie interaktive Funktionen, die dem Käufer Fragen zur Ware ermöglichen, oberste Prioriät.

Fast die Hälfte aller Bundesbürger zwischen 14 und 69 Jahren nutzen mittlerweile das Netz. Der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge haben davon 65 Prozent einen Online-Anschluss zu Hause. Von diesen wiederum gehen drei Viertel mindestens einmal pro Woche online, 46 Prozent sogar täglich. Bei der Art der Nutzung steht der Versand privater E-Mails laut GfK nach wie vor mit deutlichem Abstand an der Spitze, auf Platz zwei liegen Suchmaschinen und Web-Kataloge. Das Internet wird also in erster Linie als Kommunikationsmedium verwendet, gefolgt von der gezielten Recherche nach Informationen - neben Nachrichten vor allem zu den Themen Musik und Computer.

Nach den Erkenntnissen des Berliner Marktforschungsunternehmens Modalis, das Netz-erfahrene Surfer in USA/Kanada und Europa zur Web-Nutzung befragt hat, dient das Internet 94,1 Prozent der "Power-User" in erster Linie als Informationsmedium. Den meisten Befragten sind Seriosität und Qualität der Inhalte besonders wichtig - speziell bei der beruflichen Nutzung. Und die auf dem Land lebende Bevölkerung bindet das Netz an Informations- und Unterhaltungsquellen auf einem Niveau an, das anders gar nicht erreichbar wäre, so das Fazit der Researcher.

Eine fast ebenso große Rolle spielt das Internet für die Kommunikation - vor allem via E-Mail. Auch Instant Messaging wird immer beliebter, besonders unter jüngeren Anwendern. Dem Consulting-Dienstleister Netvalue zufolge haben im März dieses Jahres rund 2,4 Millionen private Surfer einen Messaging-Dienst genutzt. An erster Stelle lag dabei ICQ von AOL (1,5 Millionen), gefolgt vom MSN Messenger Service (700000) und dem AOL Instant Messenger mit 380000 Usern.

Laut Modalis wird künftig die Interaktivität mit dem Nutzer und dessen aktive Beteiligung an Bedeutung gewinnen. Die Mehrheit der Befragten hält das Internet für attraktiver als das Fernsehen und attestiert der Online-Nutzung langfristig die dominierende Rolle. Allerdings gibt es nach Ansicht der Marktforscher noch zu wenig entsprechende Anwendungen.

Nachholbedarf in Sachen Interaktivität besteht zum Beispiel beim E-Commerce. Laut GfK vermissen viele Online-Shopper etwa die Möglichkeit, Fragen zum Kauf zu stellen. Bei 45 Prozent der E-Commerce-Abbrecher scheitert die Transaktion aus diesem Grund. Ein weiteres Problem ist der Mangel an Alternativen zum Bezahlen per Kreditkarte. Auch ein schnell und unkompliziert lieferbares Angebot gilt als wesentliche Voraussetzung. Laut GfK haben 13,5 Millionen Bundesbürger schon einmal online eingekauft oder eine Dienstleistung in Anspruch genommen.

Eine digitale Kluft drohtZwar wächst die Zahl der privaten Web-Nutzer in Deutschland weiter. Wie die Marktforscher von Emind@emnid in Zusammenarbeit mit der Initiative D21 herausgefunden haben, haben jedoch 52 Prozent der Bevölkerung - das sind 37 Millionen Bundesbürger ab 14 Jahre - eigenen Angaben nicht vor, sich einen Online-Anschluss zu Hause anzuschaffen. Zu den "Internet-Verweigerern" zählen vornehmlich Personen mit niedrigem Bildungsniveau, aber auch ältere Menschen. Die Experten warnen davor, dass sich Deutschland zu einer Zweiklassengesellschaft entwickelt.

Abb.1: Was macht eine gute Website aus?

Eine gute grafische Gestaltung und hochwertige Inhalte sind die wichtigsten Kriterien für den Erfolg einer Website. Auch intuitive Navigation und eine gelungene technische Basis - etwa ein schneller Seitenaufbau - gelten als entscheidende Faktoren. Quelle: Modalis Research Technologies

Abb.2: Gründe für den Abbruch eines Online-Kaufs

Trotz Dotcom-Krise bleibt der E-Commerce eine wichtige Art der Internet-Nutzung. Mehr als die Hälfte der Surfer ist bereit, im Netz Geld auszugeben - vorausgesetzt, bestimmte Kriterien werden erfüllt. Quelle: GfK