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13.01.1989 - 

IDC - Sudie nimmt das Software-Jahr 1988 unter die Lupe

Gutes SW-Geschäft bei geringen Turbulenzen

ESCHBORN (IDC) - Die Softwarebranche kann auf ein fettes Jahr zurückblicken, so das Ergebnis einer IDC-Bilanz. Mit 22 Prozent ist die Zuwachsrate in diesem Bereich doppelt so hoch wie für den gesamten DV-Markt. Weitere Rückblick-Highlights: Neben einer Fusionswelle bleibt das Unix-Gerangel in Erinnerung.

Geschadet hat dieses Schattenboxen dem deutschen Unix-Markt nach Aussage der Studie nicht: Mit einem Absatzwachstum von 22 Prozent im Bereich kleinerer und mittlerer fiel gegenüber dem Vorjahr um weitere vier Punkte auf 15 Prozent zurück. Den Grund für den fortschreitenden Rückgang in diesem Bereich sieht IDC in dem steigenden Angebot an Applikationstools zur Erstellung von Individuallösungen, von dem wiederum Standardsoftware-Anbieter profitieren.

Den Löwenanteil am Umsatz (41 Prozent) sicherten sich im vergangenen Jahr erstmals die Softwarehäuser: Während ihnen 1987 die Hardwarehersteller noch um eine Nasenlänge voraus waren, fielen diese in

Mehrplatzsysteme lag die Rate so hoch wie im Vorjahr. Der installierte Systembestand wuchs in den vergangenen zwölf Monaten um 11 Prozent auf 36 000 Stück.

Während der Unix-Zuwachs gegenüber dem Vorjahr konstant bleib,legte die Software-Branche insgesamt nicht nur beim Umsatz kräftig zu: Der Software-Anteil an den gesamten DV-Ausgaben der Anwender stieg im Zeitraum 1988 von 32 Prozent auf 35 Prozent an. Dabei erbrachte der Handel mit Standardpaketen einen Zuwachs von 26 Prozent; die Auftragsprogrammierung den letzten zwölf Monaten auf 41 Prozent zurück. Die Systemhäuser haben mit rund 17 Prozent einen nur kleinen Anteil am gesamten Umsatzkuchen, erwirtschafteten aber mit 40 Prozent die höchsten Zuwachsraten.

Vom deutschen Softwaremarkt profitieren in zunehmendem Umfang ausländische Anbieter mit deutschen Niederlassungen. Zwar flossen im vergangenen Jahr rund zwei Drittel der Software-Umsätze in die Kassen bundesdeutscher Unternehmen. Dieser Anteil sank, so die IDC-Studie, zwischen 1986 und 1988 jedoch von 7 I auf 66 Prozent. Ein Rückgang ist auch im Bereich Processing-Services zu verzeichnen: Innerhalb des vergangenen Jahres hat der Anteil am Gesamtservice-Markt um zwei Punkte abgenommen und liegt nun bei 79 Prozent.

Im PC-Bereich waren auch im letzten Jahr Applikationstools der Branchenrenner. Einen gigantischen Wachstumszuwachs von 54 Prozent verzeichnete nach Angaben der Untersuchung der Markt für horizontale Anwendungssoftware. Branchenlösungen erzielten eine Zuwachsrate von ganzen 20 Prozent.