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25.02.2000 - 

Möglicherweise 60000 Kreditkartennummern gestohlen

Hacker brechen in die Datenbank von Real Names ein

MÜNCHEN (CW) - Nach Angaben des Internet-Adressenanbieters Real Names drangen am vergangenen Mittwoch Hacker in die Systeme der Firma ein und ließen möglicherweise Kreditkartennummern von Kunden mitgehen. Bei Real Names können Internet-Adressen mittels Eingabe von natürlichen Wörtern wie etwa "Computerwoche" statt der sonst üblichen Methode "www.computerwoche.de" gesucht werden.

Die zugehörige Suchmaschine besitzt nach Angaben von Real Names einen Fundus von derzeit zirka zwei Millionen solcher natürlicher Schlüsselwörter. Unternehmenschef Keith Teare zufolge sind letzte Woche 60000 Nutzer-Schlüsselwörter von Hackern auf eine Website in China umgeleitet worden.

Real Names habe das Problem zwar innerhalb von Minuten behoben, allerdings konnten die Hacker auf die Kundendatenbank zugreifen. Sie hätten die Firewall durchbrochen und versucht, Kundeninformationen inklusive deren Kreditkartennummern auf einen Computer in China herunterzuladen. Real Names hat die US-Bundespolizei FBI eingeschaltet und die Internet-Sicherheitsfirma ISS Group Inc. engagiert, um die Systeme zu überprüfen. Der Anbieter änderte ferner die Passwörter der Kunden und informierte diese via E-Mail über die Vorgänge. Laut CEO Teare sind bisher keine Fälle von Kreditkartenmissbrauch bekannt.

Erst Ende Januar musste sich das Kreditkartenunternehmen American Express (Amex) mit Hacker-Angriffen auseinander setzen. Ein Eindringling hatte bei CD Universe 350000 Kreditkartennummern von Kunden gestohlen und den Online-Musikversender anschließend erpresst. Statt zu zahlen, tauschte CD Universe die Amex- und anderen Kundenkreditkarten um.