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10.12.2004

Hacker karpern Rechner in vier Minuten

Spezialisten warnen: PCs sind im Internet ständigen Attacken ausgeliefert.

Gemeinsam mit dem ehemaligen Hacker und jetzigen Sicherheits-Consultant Kevin Mitnick wollte die kalifornische Beratungsfirma Avantgarde herausfinden, wie groß die Bedrohung für gängige Rechnersysteme ist, wenn sie eine Internet-Verbindung haben. Im Rahmen eines zweiwöchigen Tests nahmen sie dazu insgesamt sechs verschiedene Rechner mit verschiedenen Betriebssystemen in der Standardeinstellung unter die Lupe. Ein PC hatte "Linspire" (Linux) installiert, die anderen waren mit "Microsoft Small Business Server", Windows XP mit Service Pack 1, Windows XP mit Service Pack 1 und der Personal Firewall "Zonealarm", Windows XP mit Service Pack 2 sowie Mac OS X 10.3.5 ausgerüstet.

Die Geräte mit Linspire und XP SP1 mit Zonealarm zeigten sich als die sichersten, sie wurden am wenigsten attackiert. Im Gegensatz zu anderen Systemen gelang es Hackern auch nicht, die Kontrolle über diese Rechner zu übernehmen. Die Systeme mit XP SP2 und Mac OS X registrierten zwar mehr Attacken, konnten den Experten zufolge aber nicht gekapert werden. Anders sah dies bei dem Rechner mit Windows XP mit Service Pack 1 aus: Es dauerte gerade einmal vier Minuten, bis ein Hacker die Kontrolle erlangte, auch danach wurde die Maschine mehrfach übernommen. Das gleiche Schicksal erlitt der Small Business Server, allerdings dauerte es hier acht Stunden, bis er ferngesteuert wurde.

Marcus Colombano, Partner bei Avantgarde, weist auf die Gefahr hin, der sich Privatanwender und Unternehmen heutzutage aussetzen, wenn sie das Internet nutzen: "Wer mit dem Rechner online geht, muss fast augenblicklich mit irgendeiner Art von Angriff rechnen." Insgesamt zählten die Tester 309 955 Attacken innerhalb von zwei Wochen. Nach Ansicht von Mitnick erfolgen die meisten davon automatisch. (ave)