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22.01.1999 - 

Häusliche Netzwerke auf dem Vormarsch

Häusliche Netzwerke auf dem Vormarsch My LAN is my castle: IT-Unternehmen belagern den privaten Endkunden

MÜNCHEN (CW) - Was Bill Gates recht ist, soll normalen Menschen künftig billig sein: Das vernetzte Zuhause ist keine bloße Vision für Exzentriker mehr. Auf einer Messe stellten IT- Unternehmen jetzt neue Trends und Produkte für den lukrativen Endkundenbereich vor.

IT-Anbieter haben mit der Vernetzung von Wohnungen einen vielversprechenden Markt ausgemacht. Beleg für das wachsende Engagement der Firmen in diesem Gebiet war jüngst die amerikanische "Consumer Electronics Show" in Las Vegas, auf der sich die Branchenriesen die Klinke in die Hand gaben. Allen voran betonte John Chambers, CEO des Netzwerkspezialisten Cisco, die wachsende Bedeutung der häuslichen Vernetzung. Mit dieser Meinung stand er nicht allein, meldete auch das Marktforschungsinstitut The Yankee Group eine steigende Nachfrage. Demnach sei jeder dritte Haushalt in den USA, der mit einem PC ausgestattet ist, an der Errichtung eines wohnungsinternen LANs interessiert.

Den Schwerpunkt in der Eigenheimverdrahtung bilden Sicherheits- und Alarmsysteme, wie eine aktuelle Studie des amerikanischen Elektroverbandes Cema ergab. Für 34 Prozent der Befragten seien Sicherheitsbelange der Hauptgrund für Investitionen in diesem Bereich. Über Sensoren können beispielsweise Einbrüche, Feuer, Stromausfälle oder auch die "akustische Signatur" eines Wirbelsturmes erkannt und umgehend an die zuständigen Stellen gemeldet werden.

Mit der Technologie steigen auch die Chancen der Telearbeit, sich auf breiter Front zu etablieren. Angestellte sind beispielsweise über IP-basierte Netze mit ihrem Unternehmen verbunden und treten mit den Kollegen über den Fernseher in Kontakt. Ermöglicht werden soll dies durch breitere Informationsrampen in die Wohnungen. Die Anbieter vertrauen auf den Durchbruch von Übertragungstechniken wie ADSL oder Kabelmodems, die schon jetzt verfügbar sind.

Haupthindernis in der Branche bilden die unterschiedlichen Standards für die Vernetzung von Rechnern und Elektrogeräten. Craig Mundie, Vice-President für Consumer-Strategie bei Microsoft, sieht die Gefahr vor allem darin, daß der Markt künftig eine Vielzahl unterschiedlicher Endgeräte bereithält, die nicht miteinander kompatibel sind. Über standardisierte Schnittstellen und Protokolle sollen neue Geräte im Netz automatisch erkannt und konfiguriert werden.

Damit könne sich, so Mundie, ein Traum von Microsoft erfüllen - jederzeit und an jedem Ort auf Computer zugreifen zu können. In einem nachgebauten Wohnzimmer auf der Bühne demonstrierte indes Cisco-Chef Chambers, was heutzutage in intelligenten Gebäuden alles möglich ist. Unter der Voreinstellung "Romantischer Abend" wurden automatisch die Lichter gedimmt, Vorhänge zugezogen, klassische Musik ertönte und das obligatorische Kaminfeuer tauchte die Veranstaltung in ein wohliges Licht.