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12.10.1990

Halbherzige OSI-Strategie

Sowohl positiv wie auch negativ sind die jüngsten OSI-Announcements der IBM zu sehen. Positiv, weil sichtbar wird, daß sich selbst Riese Big Blue dem Druck der User Groups sowie den Ausschreibungskriterien der öffentlichen Hand beugen muß. Das konnte man schon bei Unix beobachten.

Negativ dagegen, weil die Ankündigung wieder einmal deutlich macht, daß zur Euphorie kein Grund besteht. Von einem Kniefall - sprich: der Aufgabe des "Proprietärismus" - sind die Armonker noch Lichtjahre entfernt. Big Blue wäre ja auch seinem "homogenen" Image untreu geworden, hätte es in das OSI/Communications-Subsystem keinen SNA-Schutz eingebaut. Der Pferdefuß: OSI-Applikationen können nur im Bereich lokaler Netze, nicht aber innerhalb eines SNA-Enterprise-Netzes gefahren werden.

Für den Anwender ist das aber kein Grund zur Panik, solange andere Anbieter diese Lücke schließen. NCR Comten bietet beispielsweise Software an, die sowohl SNA als auch OSI und TCP/IP in WANs unterstützt. Die IBM schneidet sich mit ihrer halbherzigen OSI-Strategie ins eigene Fleisch, wenn sie eine entsprechende Entwicklung des Interconnect Controllers 3172 verzögert. Auf die Dauer führt an OSl kein Weg vorbei. pg