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28.10.1994

Halbjahresbilanz des Fachverbandes Informationstechnik In Deutschland steigen die Umsaetze der IT-Branche wieder

MUENCHEN (CW) - Nach Darstellung des Fachverbandes Informationstechnik im VDMA und ZVEI haben die in Deutschland taetigen IT-Hersteller die Talsohle durchschritten. Der Gesamtmarkt fuer buero- und informationstechnische Hardware, Software und Services wird hierzulande demnach um vier bis fuenf Prozent wachsen. Fuer 1995 rechnen die Auguren mit einem Plus von bis zu sieben Prozent.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum erhoehten sich die Einnahmen der Hardware-Anbieter in den ersten sechs Monaten 1994 um zehn Prozent. Der Zuwachs ist dem Fachverband zufolge vor allem auf den ansteigenden Auftragseingang aus dem Inland zurueckzufuehren. Die Inlandsorders nahmen um elf, die Auslandsauftraege um knapp drei Prozent zu. Hier mache sich das deutlich verbesserte allgemeinwirtschaftliche Umfeld der Branche bemerkbar. Allerdings muesse beruecksichtigt werden, dass der Bezugszeitraum 1993 sehr unguenstig verlaufen sei.

Die Hardwareproduktion in Deutschland nahm im Vergleich zum ersten Halbjahr 1993 um fuenf Prozent auf 5,8 Milliarden Mark zu. Im Vorjahr waren noch Produktionseinbrueche von 14 Prozent auf 5,5 Milliarden Mark gemeldet worden. Das Marktvolumen fuer Hardware duerfte im laufenden Jahr um zwei Prozent auf 30 Milliarden Mark zunehmen. Fuer 1995 rechnet der Verband mit einem um fuenf Prozent auf 32 Milliarden Mark steigenden Volumen. Positive Impulse werden insbesondere vom PC- und Workstation-Sektor erwartet. Hier kalkuliert man mit zweistelligen Zuwachsraten.

Besser als vor Jahresfrist abgeschnitten hat auch das Segment Software und Dienstleistungen. Hier soll sich das Volumen 1994 auf 37,4 Milliarden Mark belaufen. Damit liegt es sechs Prozent hoeher als im Vorjahr. Dabei waechst der Softwaresektor mit sieben bis acht Prozent staerker als der Dienstleistungsbereich (vor allem Hardware-Maintenance), dem lediglich ein Plus von vier bis fuenf Prozent prognostiziert wird. Der Trend zu Standardsoftware sei ungebrochen. Schwerpunkte duerften bei LANs, grafischen Oberflaechen, PC-Applikationen und in der fertigungsnahen Software liegen.

Der Fachverband Informationstechnik forderte die Politik nachdruecklich auf, den ordnungsrechtlichen Rahmen fuer die Entwicklung der Informationsgesellschaft zu schaffen. "Sind diese Voraussetzungen etabliert, wird die IT-Branche auch weiterhin zu den am staerksten wachsenden Wirtschaftssektoren in Deutschland und Europa gehoeren", teilte der Verband mit.

Was fuer Deutschland gilt, trifft in aehnlichem Mass auch auf Westeuropa zu. Das gerade veroeffentlichte Update des European Information Technology Observatory (Eito) weist fuer 1994 ein Wachstum der Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) von 6,5 Prozent aus. Im kommenden Jahr sollen Steigerungsraten von ueber sieben Prozent erreicht werden koennen.

In Westeuropa erreichte der ICT-Sektor ein Volumen von 276 Milliarden Ecu (rund 532 Milliarden Mark). Dabei stellen die Telekomdienste mit 43 Prozent den groessten Marktanteil, gefolgt von Software und informationstechnischen Dienstleistungen mit zusammen 27 Prozent, Computerhardware (15 Prozent), kommunikationstechnische Hardware

(elf), Buerotechnik (drei) und Geraete zur Datenkommunikation

(ein Prozent).

Fuer das Gesamtjahr prognostiziert Eito - bis auf die Hardwareservices - allen ITC-Segmenten Steigerungsmoeglichkeiten. Teilweise zweistellige Zuwaechse werden in diesem und dem kommenden Jahr fuer Workstations, LANs und PCs erwartet. Der Softwaresektor duerfte nach Eito-Angaben 1994 um 7,5 Prozent und 1995 um neun Prozent zunehmen. Windows- und netzbasierte Systeme, Anwendungssoftware und Distributed Computing treiben dabei den Markt an.