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29.07.1977

Halbjahreszahlen der US-Mainframer zufriedenstellend:Computergeschäft zieht differenziert an

NEW YORK/FRANKFURT/MÜNCHEN - Eitel Zuversicht spricht aus den Halbjahresberichten der US-Mainframer: So vermeldet Burroughs bei 514,8 Millionen Dollar Umsatz fürs erste Halbjahr 1977 einen Reingewinn von 77,93 Millionen Dollar (66,74 waren es im gleichen Vorjahreszeitraum), was einem Gewinn pro Aktie von 1,93 (1,66) Dollar entspricht. IBM verbucht 1,23 Milliarden Dollar Reingewinn (bei 8,51 Milliarden Dollar Bruttoeinnahmen), und Sperry Univac errechnet sich bis zum Ende des Geschäftsjahres auf Grund der Halbjahreszahlen "sowohl beim Umsatz als auch beim Auftragseingang" einen Zuwachs von 15 Prozent. Auch ein Unternehmen wie Raytheon glänzt mit höherem Umsatz und Ertrag: Hier kletterte der Gewinn pro Aktie von 1,17 Dollar auf 1,71 Dollar, bei 712,78 Millionen Dollar (gegenüber 598,75) Umsatz ... ersten Geschäftsjahr.

Während sich nun IBM-Chairman Frank T. Cary stereotyp hinter der Floskel verschanzt: "Auftragseingang und Auslieferungen lassen auf eine weiterhin starke Nachfrage nach IBM-Produkten schließen", bestätigt die Situations-Analyse des Sperry Rand Präsidenten Gerald Probst die bereits zu Jahresbeginn von Marktkennern geäußerte Vermutung, das Wachsturn des EDV-Marktes werde in nächster Zukunft nicht durch Erweiterungsinvestitionen bestimmt, sondern vor allem von infrastrukturellen Maßnahmen geprägt. Probst prognostiziert nun für sein Haus allein auf den Sektor Kleincomputer für die nächsten zwölf Monate einen Umsatz von 40 Millionen Dollar.

Auch in Europa werden gegenwärtig jenen Herstellern die größten Wachstums-Chancen zugebilligt, deren Angebotspalette diese infrastrukturellen Bedürfnisse des Marktes gut abdecken. Wenn man die immer noch "zurückhaltende" Ordertätigkeit der öffentlichen Hand ausklammert, so sei insgesamt der Geschäftsgang "zuversichtlicher" geworden, charakterisiert Diebold Deutschland Geschäftsführer Hans-Jürgen Schwab die Situation. Rekord-Ergebnisse stehen indes nicht ins Haus, weil es eben nur ein sehr "differenziertes Wachstum" geben werde. "Gewisse Zurückhaltung" verspürt auch die IDC-Deutschland, nach deren Auffassung überhaupt "nicht mehr mit Hurra" Geschäfte in dieser Branche gemacht werden.