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01.04.1977

Halbleiter Technologie prägt EDV-Fortschritt

Die Innovationen der Halbleiter -Technologie werden in den nächsten Jahren die Entwicklungs-Schwerpunkte in der Datenverarbeitung bestimmen.

- Rechnergeschwindigkeiten in der Größenordnung von 100 MIPS oder

- Halbleiterspeicher in Anlagen bis zu 100 Millionen bytes

lassen sich, um nur zwei Beispiele zu nennen, nur mit modernster Halbleiter-Technologie lösen. Konsequenz aus der Halbleiter-Anwendung wird jedoch die Ausrichtung der Computer-Architektur als Multiprozessor-Netzwerk sein, wobei hierarchische Speicher-Organisationen aufgebaut werden.

Die wechselseitigen Beziehungen zwischen Halbleiter- und Computer-Technologie sind insgesamt immer enger geworden. Dies verdeutlicht auch ein Rückblick auf die mittlerweile dreißigjährige Geschichte der Datenverarbeitung. Die gemeinsame Geschichte unterscheidet eine Folge von Perioden - traditionell als Generationen bezeichnet - während derer die Computer-Industrie jeweils eine bestimmte Halbleiter-Technologie für den Anlagen-Bau verwendet.

Der Übergang von der ersten, der Röhren-Generation, zur zweiten Generation, den Transistoren, bedeutete für die Datenverarbeitung einen klaren Einschnitt. Hier wurde der Grundstein für die enorme Degression des Preis-/Leistungs-Verhältnisses von Computern in den folgenden Jahrzehnten gelegt.

Als nächster Schritt folgte die immer stärkere Integration von Einzel-Elementen auf einem Silizium-Kristall. Diese Entwicklung führt unmittelbar zu der Integration aller logischen Funktionen eines Computers auf einem einzigen Kristall, dem sogenannten Mikro -computer.

Hintergrund dieser faszinierenden Entwicklung waren die enormen Fortschritte der Halbleiter-Technologie in den letzten Jahren. Im einzelnen bedeutet das eine Verbesserung von Verfahren, den Reinheitsgrad des Ausgangsmaterials Silizium zu erhöhen. Ebenso hat die Maskentechnologie einen großen Anteil an den höheren Integrationsgraden auf Halbleiter-Kristallen. Hier wurden die optischen Verfahren mittlerweile derart optimiert, daß für zukünftige Verbesserungen nur noch der Weg zu Verfahren im unsichtbaren Bereich des Lichtes - der Röntgenstrahlung und der Elektronenstrahl-Belichtung - bleibt.

Zukünftig wird durch intelligente Regelkreissysteme die Produktion noch weitgehender automatisiert und rationalisiert und damit immer weniger arbeitsintensiv. Beispielsweise werden Steuerungsprobleme mit Mikroprozessoren gelöst werden, die heute noch elektromechanische Systeme erfordern. Damit wird eine Neuorientierung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern an neuen Technologien eingeleitet, die durch umfangreiche Lern- und Schulungsprozesse begleitet werden müssen.

Dipl.-Ing. Fritz A. Lohmann ist Leiter des Geschäftsbereiches Halbleiter des Unternehmensbereiches Bauelemente (VALVO) der Philips GmbH