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19.11.1998 - 

Kontaktbörse im Web auch für Kunden zugänglich

Halbleiterhersteller wollen sich über das Chipdesign austauschen

MÜNCHEN (CW) - Neun zum Teil führende IT-Hersteller haben sich unter dem Dach der Virtual Component Exchange (VCE) zusammengeschlossen. Ziel der neuen Herstellervereinigung ist es, weltweit bei der Entwicklung von Mikrochips aufs Gaspedal zu treten.

Wie die schottische Wirtschaftsförderungsagentur Scottish Enterprise, die den Technologieaustausch koordiniert, mitteilte, verbirgt sich hinter dem Namen Virtual Component Exchange zunächst ein Web-basiertes System, das die Chiphersteller untereinander sowie den Endverbrauchern in der produzierenden Industrie in Form einer Kontaktbörse näherbringen soll. Innerhalb der kommenden zwölf Monate ist beispielsweise daran gedacht, das Forum als Plattform zur Anbahnung von Entwicklungs-Kooperationen, Lizenzabkommen oder zur individuell vereinbarten Auftragsfertigung zu nutzen.

Zu den neun VCE-Gründungsmitgliedern gehören Mentor Graphics, Siemens, Motorola, Toshiba, ISS Security Systems, ARM Advanced Risc Machines, Phoenix Technologies, Cadence Design Systems und Taiwan Semiconductor Manufacturing. Eine der vordergründigen Aufgaben von VCE werde es sein, über technische, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte der Allianz zu informieren. Vor allem Urheberfragen gelte es zu klären, hieß es. Von dem Zusammenschluß versprechen sich die beteiligten Firmen darüber hinaus eine Beschleunigung der Entwicklungs- und letztlich auch Produktionszyklen neuer Chips - beispielsweise in den Bereichen Mobiltelefonie, persönliche digitale Assistenten oder Digitalkameras. Gleiches gelte in der Folge für die Entwicklungskosten chipbasierter Produkte.

Von Marktbeobachtern wurde die geplante strategische Allianz mit unterschiedlichem Echo aufgenommen. Der Preisverfall in der Halbleiterindustrie zwinge die einschlägigen Hersteller geradezu zu Kooperationen, hieß es. Auch der anhaltende Trend zur Digitalisierung von immer mehr Konsumgütern des Alltags ändere nichts daran, daß sich die Branche in Form von Entwicklungs- und Fertigungs-Joint-ventures "konsolidiert". Die zum Teil sehr unterschiedlichen Produktionsverfahren der einzelnen Hersteller sowie die bis dato wenigen Lizenzabkommen, die demzufolge in der Praxis funktionierten, lassen diesen Ansatz jedoch als unrealistisch erscheinen.