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Kolumne

"Hallo Aufschwung!"

30.01.2004
Christoph Witte Chefredakteur CW

Die Bilanzsaison ist fast vorüber. Die meisten großen IT-Anbieter haben die Resultate des letzten Quartals veröffentlicht. Fast alle verzeichneten bessere Zahlen als im Vorquartal, viele vermeldeten auch einen Anstieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Noch wichtiger: Die Mehrheit der Hersteller geht für 2004 von einem relativ gesunden Wachstum aus. Selbst die sonst so vorsichtige SAP gibt sich für das laufende Jahr optimistisch und prognostiziert um zehn Prozent höhere Einnahmen aus dem Geschäft mit Softwarelizenzen. Microsoft verzichtete ebenfalls auf die sonst traditionelle Warnung vor den nächsten Quartalen, und das bei einem Quartalsergebnis, dass Finanzchef Conners als die wohl "beste Bilanz auf dem Planeten" bezeichnete. Die Reihe der positiven Abschlüsse lässt sich beliebig verlängern. Positive Signalwirkung dürften auch die Resultate der Chiphersteller haben. Intel legte kräftig zu, und AMD machte seit neun Monaten erstmals wieder Gewinn. Ein Zeichen, dass die Orders der PC-Anbieter ebenfalls anziehen. Auch hier soll der Absatz - wie ausführlich berichtet - 2004 steigen.

Damit scheint die tiefe Depression der vergangenen beiden Jahre überwunden zu sein - zumindest im globalen Maßstab. Die internationalen Player versprechen sich starke Zuwächse in Asien durch die Stabilisierung der japanischen Volkswirtschaft. Die großen Hoffnungsträger heißen allerdings China und Indien. Hier scheint das Wachstum noch ungebremst, und ungeachtet aller politischen Unwägbarkeiten setzt jedes große IT-Unternehmen auf gute Umsätze im Reich der Mitte.

Analog zur restlichen wirtschaftlichen Entwicklung werden wir uns in Deutschland allerdings mit einem relativ geringen Wachstum zufrieden geben müssen. So sieht der Branchenverband Bitkom nur ein leichtes Plus von zwei Prozent voraus. Dennoch stehen auch hierzulande die Zeichen eindeutig auf Erholung. Zumindest deuten die Aussagen hiesiger Hersteller und Anwender darauf hin. Erstere geben sich vorsichtig optimistisch - "das Schlimmste ist überstanden" letztere reden nicht mehr so sehr von Sparen und Konsolidieren, sondern davon, dort zu "investieren, wo es Sinn ergibt". Das alles ist statistisch noch nicht relevant, die Zuversicht ist bisher ein zartes Pflänzchen, das durch ein paar Horrormeldungen schnell verdorren kann. Aber die depressive Phase des Nichts-geht-mehr ist definitiv vorüber. Und allein das ist eine sehr gute Nachricht.