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23.03.2001 - 

Der internationale Web-Auftritt

Handel weltweit: "Think global, act local"

Wer im Web Fuß gefasst hat, ist versucht, die nationalen Fesseln abzustreifen und sich an internationale Kundschaft zu wenden. Doch auf dem Kurs zu einer weltweit ausgerichteten Web-Präsenz warten Klippen, die nur mühsam zu umschiffen sind. Von Klaus Manhart*

Das weltweite Datennetz macht es so leicht wie nie zuvor, Informationen und Produkte rund um den Globus anzubieten. Sobald das Web-Angebot online ist, lässt es sich automatisch auch von jedem Winkel der Welt aus abrufen. Ein Serviceangebot in einem global ausgerichteten Medium, freiwillig auf eine Region oder ein Sprachgebiet zu beschränken, bedeutet für viele eine Vergeudung von Ressourcen.

Englischsprachiges Angebot bewirkt viel

Manch ein Unternehmer sieht deshalb das Internet als Chance, der Fixierung auf den heimischen Markt zu entrinnen und ein Informations- oder E-Commerce-Angebot für ein internationales Publikum entwickeln. Doch was auf den ersten Blick einleuchtet und verlockend erscheint, offenbart bei näherem Hinsehen Haken und Ösen. Wer eine global ausgerichtete Web-Präsenz ins Auge fasst, sollte Kosten und Nutzen abwägen. Denn ohne Planung und zum Nulltarif ist sie nicht zu haben.

Den geringsten Aufwand macht es, wenn das Web-Angebot zusätzlich für ein vorwiegend angloamerikanisches Publikum bestimmt ist. In diesem Fall muss man lediglich die Web-Seiten - oder deren wichtigsten Teile - ins Englische übersetzen und zweisprachig ablegen. Es empfiehlt sich hierbei, schon auf der Home-page mit entsprechend gekennzeichneten Links - etwa durch Landesflaggen - auf die jeweilige Sprachversion zu verzweigen.

"Multi-lingual" als nächste Ausbaustufe

Komplizierter wird es, einen Markt anzupeilen, in dem Englisch nicht Verkehrssprache ist, etwa der asiatische. In diesem Fall ist es erforderlich, die Website in die jeweilige Landessprache zu übersetzen. Geschieht dies nicht, wird sich immer ein Teil des Publikums weiterklicken.

Eine wirklich internationale Präsenz sollte immer mehrsprachig sein, für kleinere Unternehmen unter Umständen ein harter Brocken. Doch die meisten der im Internet erfolgreichen Firmen stellen ihr Angebot Multi-lingual zur Verfügung. So bietet etwa Netzwerkspezialist Cisco neun, Apple 13 und Microsoft gar 50 Sprachversionen an.

Besonders lukrativ erscheint eine global ausgerichtete Web-Präsenz natürlich dann, wenn es darum geht, über das Internet Produkte in bestimmte Länder zu verkaufen. Dazu sollte zumindest der Kern der Seiten mit dem Shop-Angebot in den entsprechenden Landessprachen vorliegen.

Bleibt die Frage, wie man dem Web-Angebot zu internationalem Flair verhilft. Auf keinen Fall reicht es aus, die Web-Seiten von maschinellen Übersetzern bearbeiten zu lassen, wie sie im Internet kostenlos zu finden sind, beispielsweise Babelfish. Vereinzelt trifft man solche von Computern übersetzte Texte tatsächlich auf Firmensites an - sie tragen indes eher zur Belustigung der Besucher bei und bringen mehr Schaden als Nutzen. Besser ist es, Fachübersetzer aus Fleisch und Blut zu konsultieren, die allerdings auch ihren Preis fordern.

Letzter Ausweg: Langenscheidt

Im Idealfall hat man einen persönlichen Übersetzer mit Fach- und Sprachkompetenz parat. Doch solche Experten sind rar. Eine Alternative ist die Suche im Web. Übersetzer, die Aufträge übers Internet ausführen, finden sich beispielsweise in den Katalogen von Suchdiensten wie Yahoo. Auch der Lexikon-Hersteller Langenscheidt betreibt im Web einen Übersetzungsdienst. Dort kann man Texte zum Übersetzen online oder als Fax einreichen. Der Text wird von Profis übersetzt und in elektronischer Form zurückgesandt. Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch sowie zehn weitere Sprachen bietet Langenscheidt an.

Solange man nur eine Website im Netz hat und nicht vor Ort auch die entsprechende Aufmerksamkeit für diese Präsenz herstellt, wird sich kaum der gewünschte Erfolg einstellen. Wer sich international präsentiert, muss im zweiten Schritt auch ausländische Besucher auf seine Web-Seiten locken - und dies erfordert Kenntnis der örtlichen Marketing-Methoden und Werbemöglichkeiten.

Beim Web-Marketing geht es ans Eingemachte

Beim internationalen Web-Marketing lassen sich die Methoden für das rein nationale Angebot einsetzten: Registrierung bei internationalen Suchmaschinen wie Altavista oder Lycos, Versand von Pressemeldungen an entsprechende Zeitungen, Hinweise in nationalen und internationalen Diskussionsforen und Newsgroups auf das Angebot, Kooperation mit internationalen oder lokal in dem jeweiligen Land repräsentierten Partnern durch Verlinken. Wirksam sind auch Sponsoringmaßnahmen, wobei geeignete Websites sich beispielsweise dadurch identifizieren lassen, dass man auswertet, woher die Besucher der eigenen Website kommen. Besonders wichtig sind strategische Linksetzung und Bannerwerbung. Dabei sollte man beachten, dass Werbung im Ausland am besten funktioniert, wenn der Text in der Muttersprache des Ziellandes formuliert und auf zum Produkt oder zur Dienstleistung passenden ausländischen Web-Seiten platziert ist. E-Commerce-Anbieter sind bei internationaler Ausrichtung mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: Sie brauchen eine international ausgerichtete Auftragsabwicklung. Angenommen, es trudeln Bestellungen und Anfragen über die Website herein, dann sind Mitarbeiter nötig, die mit den potenziellen Kunden in ihrer Landessprache korrespondieren.

Die Probleme beginnen nach dem Mausklick

Ein zweites Problem ist die Logistik. Auch ein Kunde in den USA oder im Fernen Osten will seine Bestellung möglichst sofort und zu einem möglichst günstigen Preis geliefert bekommen. Glücklich, wer Software vertreibt. Sie lässt sich schnell und kostengünstig über das Internet bereitstellen. Doch der internationale Versand anderer Produkte über Dienste wie Federal Express, UPS oder DHL ist nicht so einfach. Hier gilt es, Angebote von internationalen Versendern genau zu studieren. Sie variieren stark in Abhängigkeit von Größe und Gewicht der Sendung sowie vom Zielland, in das die Waren geschickt werden.

Drittens stellt sich das Problem der Bezahlung. Im Idealfall, wenn der Kunde eine Kreditkarte besitzt und sie auch einsetzen will, reicht es, die Kreditkartennummer per Formular auf der Website beziehungsweise über E-Mail, Fax oder Telefon anzufordern. Schlechter sieht es aus, wenn der Kunde keine Kreditkarte besitzt oder Kreditkarten nicht üblich, dafür aber Banküberweisungen gebräuchlich sind. Für diesen Fall gibt es die Möglichkeit, einen Kooperationspartner zu suchen und den Zahlungsverkehr über ein nationales Geldinstitut abzuwickeln.

*Klaus Manhart ist freier Journalist in München.

Links für internationale Web-Präsenz

Übersetzen

Sammlung von Übersetzungsdiensten

http://de.dir.yahoo.com/Handel_und_Wirtschaft/Firmen/Kommunikations__und_Mediendienste/Uebersetzungsdienste/Fachuebersetzungen

Langenscheidt-Übersetzungsdienst

http://www.langenscheidt.de/deutsch/f_default.html

Website-Lokalisierung und Multi-linguales Website-Design

http://www.ficorp.com/webtragr.html

Logistik

Sammlung von Links für Partnerprogramme, Vermittlungsbüros etc.

http://www.yahoo.de/Handel_und_Wirtschaft/Firmen/Dienstleistungen_fuer_Firmen/Internationale_Geschaeftstaetigkeit

Deutsche Auslandshandelskammern

http://www.diht.de/ahk

Info-Pool Außenwirtschaft

http://www.bayern-international.de

Weltweite Geschäftskontakte

http://home.t-online.de/home/Arthur.Kloos/homepage.htm

Außenhandelsportal des Bundeswirtschaftsministeriums

http://www.ixpos.de