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04.10.2002 - 

Schwache Marktzahlen erhöhen den Kostendruck

Handspring entlässt 20 Prozent seiner Mitarbeiter

MÜNCHEN (CW) - Handheld-Hersteller Handspring muss sparen und setzt deshalb 80 seiner 400 Angestellten auf die Straße. Mit dieser Maßnahme versucht das angeschlagene Unternehmen, Kosten zu reduzieren und sein Geschäft auf die Kernbereiche zu fokussieren.

Die Entlassungen seien Teil einer Firmenrestrukturierung, erklärt Firmensprecher Allen Bush. Das Unternehmen senke damit seine laufenden Kosten und könne sich künftig besser auf sein Kerngeschäft konzentrieren. So haben die Firmenstrategen Marketing- und Entwicklungsaktivitäten bereits an Partnerfirmen wie zum Beispiel Mobilfunk-Carrier ausgelagert. Laut Bush sind weltweit alle Filialen von den Entlassungen betroffen. Weitere Informationen will das Unternehmen am 18. Oktober bekannt geben, wenn die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2003 veröffentlicht werden.

Von den Einschnitten ist auch die Chefetage betroffen. So müssen Karen Sipprell, Vice President Corporate Marketing, und Glenn Noga, seines Zeichens Chief Information Officer (CIO), ihre Sessel räumen. Von der Straffung in der Unternehmensspitze verspreche man sich eine effizientere Organisation, erläutert Bush. Künftig wolle man neben dem Produktgeschäft vor allem die Beziehungen zu den Mobilfunkanbietern pflegen.

Ob es Handspring gelingt, mit dem Tritt auf die Kostenbremse das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, bleibt abzuwarten. Die Handspring-Verantwortlichen haben zuletzt mit der "Treo-Communicator"-Familie verstärkt auf die Produktlinie Smartphones gesetzt. Allerdings laufen nach Einschätzung von Andrew Neff, Analyst bei Bear Stearns, die Verkäufe der Treo-Varianten 180 und 270 bislang alles andere als zufrieden stellend.

Außerdem kämpfen die Hersteller im Handheld-Markt laut der jüngsten Analyse von International Data Corp. (IDC) mit rückläufigen Absatzzahlen. So wurden beispielsweise im zweiten Quartal des laufenden Jahres weltweit fast zehn Prozent weniger Geräte verkauft als im Vorjahreszeitraum. Handspring setzte rund 43 Prozent weniger Handhelds ab und verlor damit seinen dritten Platz im weltweiten Ranking an Sony. Konkurrent Palm kam dagegen mit einem moderaten Absatzrückgang von fünf Prozent davon. Die Analysten rechnen nicht mit einem Aufwärtstrend des Handheld-Markts in den nächsten Quartalen. (ba)