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20.02.2004 - 

Unrühmliches Ende eines Dotcom-Traums

Handwerk.de ist am Ende

MÜNCHEN (CW) - Das Anfang 2001 gestartete Online-Portal Handwerk.de hat die hohen Erwartungen nicht erfüllt. Nun zog der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) als Initiator und Mehrheitseigner die Notbremse - viel zu spät, wie Kritiker sagen.

Ehrgeiziges Ziel des ZDH war es, alle rund 850000 Handwerksbetriebe über diese Plattform ins Internet bringen, damit sie dort die Vorteile der elektronischen Geschäftsabwicklung nutzen sollten. Wegen des schwachen Interesses bei Handwerkern und Werbekunden erwirtschaftete die Betreibergesellschaft Handwerk.de AG nach Schätzungen im Geschäftsjahr 2002 lediglich ein Zehntel des geplanten Umsatzes von 2,8 Millionen Euro. Gleichzeitig verbuchte das Unternehmen einen Bilanzverlust von 15,8 Millionen Euro, mehr als zwölf Millionen Euro waren laut "Spiegel" nicht über Eigenkapital abgedeckt. Trotzdem war der ZDH noch im November 2003 bereit, für weitere Investitionen aufzukommen. Über ein Sanierungskonzept sollte das Portal bis 2005 die Gewinnzone erreichen. Ende Januar beschloss der Verband dann, für Handwerk.de Insolvenz zu beantragen, um die eigene Überschuldung zu verhindern. Das Schicksal des Portals ist damit noch nicht unbedingt besiegelt. Nach Angaben eines ZDH-Sprechers bestehe reges Interesse an Handwerk.de, insbesondere die Ausschreibungsplattform sei begehrt. (mb)