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28.11.1975

Hans-Dieter Holler (32), - Geschäftsführer der Prime Computer GmbH in Wiesbaden, spielt zur Zeit die Rolle des Don Quichotte beim Kampf gegen die Windmühlenflügel: Der Gegner ist unfreundliches "Geschwätz" über die Prime-Geschäfte. Die Gerüchte-Quelle or

Hans-Dieter Holler (32), - Geschäftsführer der Prime Computer GmbH in Wiesbaden, spielt zur Zeit die Rolle des Don Quichotte beim Kampf gegen die Windmühlenflügel: Der Gegner ist unfreundliches "Geschwätz" über die Prime-Geschäfte. Die Gerüchte-Quelle ortete Holler in Framingham bei Boston: "Da hat doch einer aus dem Hotelzimmer am gegenüberliegenden Hochhaus die Werbeaufschrift gelesen: Prime Offices for Rent. Mit seinem Schulenglisch übersetzte er nicht, wie es heißen sollte, daß da erstklassige Büroräume zu vermieten sind. Vielmehr schloß er, weil die Prime Computer Inc. ihren Stammsitz in Framingham hat, da sei bei unserer Mutter ein Torschlußgeschäft zu orten."

Der Fehlschluß verdichtete sich in Deutschland prompt zum Hintertreppengemunkel. Holler: "Prime heißt nach dem Webster-Dictionary ausgezeichnet und hervorragend Ó la lateinisch Primus. Und so fühlen wir uns hier im Markt auch." Immerhin wurden seit 1972 weltweit rund 1000 Prime-Rechnersysteme installiert. In Europa sind es seit 1973 rund 400. In der BRD ist Prime seit Herbst 1974 aktiv. Die Bilanz: 60 verkaufte Systeme. Holler: "Prime bleibt prima!" os

Helmuth Coqui (40), Geschäftsführer der Digital Equipment GmbH in München, verschenkte unlängst zum Geburtstag eines anderen EDV-Menschen Hardware: eine vielfältig mit ICs und anderen elektronischen Bauteilen bestückte Leiterplatte. Die Software lieferte Coqui im beiliegenden Schreibebrief mit Gebrauchsanweisung. Danach ist das Computer-Bruchstück zu verwenden: "Als Grundstock für ein hauseigenes EDV-System, als Kartoffelreibe (nur unbestückte Seite!), als Lesezeichen für Weltatlanten, als Trostpreis für den verzweifeltsten EDV-Chef, der Minicomputer für kommerzielle Zwecke einsetzt." Für den erfreuten Empfänger hat das Lötobjekt noch einen ganz persönlichen Wert: Denkmal für Helmuth Coqui. os

Friedrich Nolle (47), Manager in der Stuttgarter IBM-Zentrale für den Bereich Datenfernverarbeitung, aber auch "Vorsitzender der Arbeitsgruppe Hauptanschluß für Direktruf" beim Ausschuß für Fragen der Datenfernverarbeitung beim Fernmeldetechnischen Zentralamt der Bundespost (kürzer geht's nicht) wechselt die IBM-Position und gibt den Arbeitskreis-Vorsitz ab. Bei IBM ist Nolle jetzt für den Bereich "Post- und Verbandsarbeit" tätig. Bei den Direktrufern wurde sein Nachfolger Helmut Röder (38), zugleich bei IBM Inhaber der bisherigen Nolle-Position. Allein dieser Menschen-Tausch mag belegen, wie kompliziert das Thema "Hauptanschluß für Direktruf" ist. os

Reinhold Ilg (47), Mitglied der Geschäftsleitung der IBM Deutschland GmbH und Produktionsleiter des Unternehmens, starb überraschend am 19. November 1975. Ilg, der Nachrichtentechnik studiert hatte, trat 1955 als Elektronikingenieur in IBM-Dienste. Nach zweijährigem USA-Aufenthalt wurde er 1959 Leiter der Abteilung Elektronik im Werk Sindelfingen. Seit 1964 leitete Ilg dieses Werk und wurde 1966 zum IBM-Produktionschef in Deutschland ernannt. Seit sechs Jahren war Ilg Mitglied der IBM-Geschäftsführung. os

Willi H. Bannow (49) wurde zum 1. November neuer Geschäftsführer der Sperry Rand GmbH, Geschäftsbereich Sperry Univac in Sulzbach/Taunus. Mit Bannow wurde ein gelernter Pädagoge Univac-Speerspitze in Deutschland. Er studierte Pädagogik, an der Hochschule Rostock (Mathematik und Physik). später Betriebswirtschaft an der TU Berlin, die er 1965 als Diplomkaufmann verließ. Die Berufserfahrung sammelte Bannow als Unternehmensberater bei Orga Ratio, unter anderem beriet er die GEG- (heute Coop-) Organisation. Seit 1960 machte Bannow stetige Univac-Karriere, seit 1967 als Controller in Deutschland, seit 1970 in internationaler Sperry-Controller-Funktion mit Sitz in Rom. os

Professor Dr. Klaus Haefner, Vorsitzender Expertengruppe "Elektronische Datenverarbeitung im Bildungswesen" beim Bundesforschungsminister, begründete die Forderung nach mehr DV-Wissenvermittlung auch in den Grundschulen mit der notwendigen "Abwehr gegen kommerziellen und politischen Mißbrauch des Computers". Auf einer Tagung der "Arbeitsgemeinschaft Computerunterstützter Unterricht ACU", die kürzlich in Stuttgart stattfand, forderte er, Schulkinder müßten mit den Computern vertraut gemacht werden, um die zentrale Bedeutung der DV in der Gesellschaft überhaupt erkennen zu können.. Haefner bezifferte die Kosten für den "Aufklärungsfeldzug" im Klassenzimmer mit insgesamt 300 bis 400 Millionen Mark.