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08.06.1979

Hans-J. Kusenbach, Leiter der Datenverarbeitung Girling Bremsen GmbH Koblenz Zunächst möchte ich die Problematik nach zwei Funktionsbereichen unterteilen: (1) Softwareentwicklung und -wartung, (2) Operating und Datenerfassung (= tägliche Produktion). Der

Hans-J. Kusenbach, Leiter der Datenverarbeitung Girling Bremsen GmbH Koblenz

Zunächst möchte ich die Problematik nach zwei Funktionsbereichen unterteilen:

(1) Softwareentwicklung und -wartung,

(2) Operating und Datenerfassung (= tägliche Produktion).

Der Bereich (1) ist von seiner Produktion her zeitlich definierbar und kann eine Zeitlang inaktiviert werden (Urlaub, Krankheit), ohne daß dadurch für das Unternehmen eine kritische Situation eintritt; der Bereich (2) ist zeitkritisch und kann nicht inaktiviert werden, da er täglich produzieren aufgrund eines täglich definierten Datenanfalles. Den Teilbereich Operating können wir in unserem Unternehmen noch ignorieren, da wir Datenverarbeitung in Kooperation im Verhältnis 60:40 betreiben und unser Kooperationspartner das Operating organisiert. Damit ist unser Problem bei der Planung der Urlaubsvertretung auf den Teil Datenerfassung beschränkt.

In den letzten Jahren hatten wir in unserem Unternehmen Betriebsferien während der bundeslandspezifischen Schulferien; nun haben wir in diesem Jahr keine Betriebsferien, sondern den Zeitraum Juli/August zur freien Urlaubsdisposition der Mitarbeiter geplant. Hier beginnt unsere Problematik: Die Schulferien sind nur sechs Wochen und damit die planbare Urlaubszeit auf sechs Wochen reduziert. Zur personellen Situation der Datenerfassung: Wir beschäftigen drei Datentypistinnen und ein externes Datenerfassungsunternehmen mit ,einer durchschnittlichen monatlichen Fehlkapazität von 40 Stunden. Da alle Datentypistinnen Kinder im schulpflichtigen Alter haben und ein Urlaub von drei Wochen jeweils genehmigt wurde, fehlt in den Schulferien ständig eine Datentypistin (33 Prozent der eigenen Kapazität) und drei Wochen zwei Datentypistinnen (66 Prozent der eigenen Kapazität). Unsere Lösung sieht wie folgt aus:

1. Aus dem Bereich der Schreibkräfte (in diesem Falle dem Telexraum, in dem die Abteilungssekretärinnen in der Zeit der Schulferien ihre Telexarbeiten selbst aus wurde eine

Mitarbeiterin in die Handhabung der Datenerfassung eingewiesen und wird in den Schulferien eingesetzt werden

2. Mit dem externen Datenerfassungsunternehmen wurde eine Vereinbarung getroffen, in den drei Wochen, in denen uns eine Datentypistin effektiv fehlt, die Fehlkapazität zu erbringen Vielleicht werden wir in Zukunft noch ein bis zwei weitere Schreibkräfte in die Handhabung der Datenerfassung einweisen um in Zukunft keine Engpaßsituation im Teilbereich der Datenerfassung befürchten zu in und damit dem Unternehmen eine hohe Sicherheit bei der EDV-Produktion zu bieten.

Franz Lamine, EDV-Leiter, Döhler GmbH & Co. KG, Darmstadt

DV-Personal: 5 Mitarbeiter EDV-Arbeitsvorbereitung: 1,5 Mitarbeiter Verlagerung auf EDV-Nachbearbeitungspersonal, bei Engpässen Einsatz von Programmierern, Halbtagskräfte arbeiten ganztags. "Springer" steht zur Verfügung.

EDV-Nachbearbeitung: 2 Mitarbeiter. Falls erforderlich, verstärkter Einsatz von Auszubildenden, Halbtagskräfte arbeiten ganztags, Operator springt ein, "Springer" steht zur Verfügung.

Operating: 1 Mitarbeiter Problematik und Ablauf allen Programmierern bekannt und dokumentiert, daher sachgebietsbezogener Einsatz der Programmierer.

Programmierung: 3 Mitarbeiter Urlaubsgenehmigung nach Absprache über Fertigstellung wichtiger, laufender Projekte. Ansonsten im langfristigen Terminplan berücksichtigt. Beschränkte Annahme von "Sonderprojekten" kurzfristiger Art.

Fremdprogrammierung oder Übergabe halbfertiger Projekte an Kollegen nicht ins Auge gefaßt!

Abstimmung aller Mitarbeiter dieses Bereichs über neue laufende Projekte vor Urlaubsantritt.

Nicht vollständig ausgetestete Programme kommen vorerst nicht zum Einsatz.

EDV-Leitung: Delegation der EDV-Personalfragen an Personal-Abteilung, Vertragsverhandlungen zum Abschluß bringen, vertagen oder Übernahme durch Stellvertreter. Wichtige Entscheidungen übernimmt die Geschäftsleitung. Einsatz EDV-Stellvertretung für alle übrigen Probleme.

Siegfried Mühlbauer, Leiter der Datenverarbeitung-Ausführung WEBASTO WERK GmbH, Stockdorf

Während meiner Abwesenheit vertritt mich der ODV-Leiter, Spezielle Aufgaben, wie Systemarbeiten und Neuerstellung von Arbeitsabläufen für neue Projekte, nimmt der Leiter der Programmierung wahr.

Unser 1. Operator ist als langjähriger Mitarbeiter in der Lage, alle anfallenden Aufgaben im Maschinensaal und Arbeitsvorbereitung voll zu erledigen, so daß dieser Teil der Ausführung abgesichert ist.

Wir fahren im Zwei-Schicht-Betrieb mit zwei Operatoren. Bei Operator-Urlaub wird der Schichtdienst gestrichen und mit Überstunden ein gewisser Ausgleich geschaffen. Die Fachabteilungen werden benachrichtigt. Die Programmierer müssen eventuelle Testzeiten außerhalb der Arbeitszeit selbst wahrnehmen.

Sonderwünsche sind während der Urlaubszeit möglichst zu streichen oder zu verschieben. In der Datenerfassung greifen wir auf frühere Kräfte (heutige Hausfrauen) halbtags zurück. Hier gibt es immer einen Engpaß.

Auf dem Papier liest sich das ganz gut. Leider klappt es aber nie so. Durch Krankheit, Urlaubsverschiebungen oder doch unbedingt notwendige Änderungen, sprich: Sonderwünsche, ist immer wieder ein großer Einsatz aller Mitarbeiter notwendig.

Wir haben versucht, möglichst viele Mitarbeiter in alle Arbeiten einzuarbeiten. Für den Notfall ist gesorgt. Aber für den Regelfall, und das ist jedes Jahr zur Urlaubszeit, ist das Personal im RZ zu wenig, da diese Leute schon in der Nichturlaubszeit mit Überstunden überlastet sind.

Nach dem Urlaub bleibt kaum Zeit, die liegengebliebene Arbeit auszuarbeiten, da ja die Urlaubsvertretung eines anderen Kollegen ansteht, es sei denn, man ist der letzte Urlauber!