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29.10.2004 - 

CW-Wert

Happy Birthday, SMS

Heute gilt es, einem Geburtstagskind zu seinem bevorstehenden Zehnjährigen zu gratulieren.

Mit ihm verhält es sich wie mit echten Kindern: Sie sind einfach immer da. Manchmal nerven sie. Dann machen sie auch wieder viel Spaß. Oft versteht man sie nicht. Dann wiederum sind die Signale kristallklar. Wovon wir reden? Natürlich vom Short Message Service. Kommerziell genutzt wurde er erstmals 1992. In Deutschland gibt es SMS seit 1995.

Ja klar, alte Stilschule ist was anderes, als sich via SMS auszutauschen über das Leben, die Liebe, den Tod und die Wahrheit an sich. Indigniert rümpfen Intellektuelle ob solch sprachloser Kommunikationsformen die Nase. Allein diese Kürzel! Jedem Bildungsbeflissenen, jedem Nachfolger Alexander von Humboldts ist diese SMS-Stummelverbalistik Inbegriff geistiger Resteverwertung, mentaler Fledderei und Nachlassverwaltung einstiger Wortgewalt.

Aber mal ehrlich: Zeigen sich Einfallsreichtum, Kreativität und Inspiration nicht in einer Botschaft wie dieser: "U* </:-),I luv U! Na dann bis 8 & %’)!" War doch klar, oder? Und kurz zumal.

Oder würden Sie die Prosatranskription vorziehen? "Du Weihnachtsmann, ich liebe Dich. Na dann bis heute Abend um acht Uhr, und zwar sturzbetrunken!" Gott, wie langatmig! Abgesehen davon, dass das fast schon zwei SMS-Sendungen à 19 Cent in alle Mobilfunknetze wären.

Und damit sind wir bei einem zentralen Merkmal der SMS-Kommunikation: Sie ist auf das Wesentliche reduziert, ökonomisch und dabei in der Message absolut klar.

Ihnen nicht? Na ja, bloß weil Sie ein ewig Gestriger sind, der nicht mit der stürmischen Entwicklung der Gesellschaft mithalten kann, müssen Sie nicht alle Vertreter des Fortschritts von oben herab betrachten.