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12.04.1979 - 

AGU Iiefert Textverarbeitungs-Software:

Hardware als Appendix

DÜSSELDORF (CW) - Die Düsseldorfer Arbeitsgruppe für Unternehmensberatungen (AGU) e. G., überwiegend mit "Software-Erstellung im Kundenauftrag" beschäftigt, hat ihre Aktivitäten um das Textverarbeitungs-Gesamtsystem "Unicom" erweitert. Das unter AGU-Mitwirkung für Unilever (England) entwickelte Software-Paket läuft auf Raytheon PTS 1200-Terminalcomputern (in AGU-Spezialausstattung), kann aber auch auf andere Systeme übertragen werden.

In seiner, nach Anbieterangaben, wirtschaftlichsten Ausführung umfaßt Unicom das Raytheon-System mit 64 K und 10 MB Wechselplatten, acht Bildschirm-Arbeitsplätzen und zwei Typenraddruckern. Es kostet dann (einschließlich der Software} rund 200 000 Mark.

Folgende Eigenschaften charakterisieren Unicom:

- Der zur Bearbeitung vorgesehene Text wird über eine Referenznummer aufgerufen und am Bildschirm angezeigt. Die Referenznummer vergibt das System.

- Sämtliche Verarbeitungsfunktionen sind mit Funktionstasten durchzuführen.

- Bei allen Änderungen wird der Text am Zeilen- oder Seitenende automatisch neu geordnet.

- Fehlermeldungen erfolgen im Klartext.

Die AGU stellt die in langjährigem Einsatz bewiesene Zuverlässigkeit von Unicom heraus, das erstmals 1974 installiert wurde und heute im westeuropäischen Ausland in 38 Anwendungen (darunter bei BP und Shell) läuft. Die Entwicklung - so AGU - ist damit jedoch nicht abgeschlossen.

Die Tatsache, daß Unicom maschinenspezifisch auf den Raytheon-Mini PTS 1200 ausgelegt ist - aber auch die skizzierten Softwarequalitäten - erinnern den aufmerksamen Beobachter an "Raytext", ein Raytheon zur Systems '77 präsentiertes Textverarbeitungs-Paket. Wenige Monate nach der Systems propagierte Raytheon ein völlig anderes Textverarbeitungssystem: 1000-2, ein Einzelplatzsystem, hergestellt durch den Word-Processing-Spezialisten Lexitron Corp., den Raytheon sich Anfang 1978 einverleibte.

Unicoms Rückkehr auf den deutschen Markt dürfte nicht zuletzt darin begründet sein, daß Firmen wie Unilever und BP multinational sind. Mit einiger Wahrscheinlichkeit kann auch vermutet werden, daß Unicom diesmal längere Zeit am Markt bleibt.

Für Dr. Hannes Hopman, den geschäftsführenden Vorsitzenden der AGU, ist nämlich "nicht so wichtig, daß Unicom schnell Erträge bringt". Vielmehr möchte er dann, wenn "im Dickicht des Textverarbeitungsmarktes klare Konturen" sichtbar werden, präsent sein und "den Absprung nicht verpassen".

Auch dann, wenn das Geschäft auf Touren kommt, solle es, laut Hopmann, dabei bleiben, daß die AGU Software liefert - mit Hardware als Appendix. Hier sehen die Düsseldorfer sich in klarem Gegensatz zur Konkurrenz.