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26.01.1990 - 

Bei Apple streiten die Analysten über die Gründe

Hardware-Anbieter mußten Gewinneinbußen hinnehmen

MÜNCHEN (CW) - Die Quartalsergebnisse einiger renommierter Hardwam-Anbieter ließen zu wünschen übrig, Digital Equipment Corp., Tandem Inc. sowie Apple Inc. mußten Gewinneinbußen und die Cray Computer Corp. gar einen gewachsenen Quartalsverlust hinnehmen.

Die Ergebnisse im einzelnen: DEC verzeichnet einen nahezu stagnierenden Umsatz von rund 3,18 Milliarden Dollar im zweiten Quartal, erzielte daraus aber lediglich einen Gewinn von 155,4 Millionen Dollar, was einem Rückgang von über 44 Prozent gegenüber dem Ergebnis des zweiten Quartals 1988 (279,6 Millionen Dollar) entspricht. Der Quartals-Gewinnanteil pro Aktie sank demzufolge von 2,20 Dollar auf 1,25 Dollar. Analysten sprechen von einem "Killer-Quartal" für DEC wegen des starken Dollars und der daraus resultierenden Schwäche des Übersee-Geschäftes. Darüber hinaus sei wenigstens bis zur Auslieferung des VAX-9000-Mainframes im vierten Quartal keine Besserung in Sicht.

Tandem, Anbietet von ausfallsicheren Systemen, legte beim Umsatz im ersten Quartal 1990 recht kräftig zu: 436,5 Millionen Dollar gegenüber 392,3 Millionen bedeuten ein Plus von über elf Prozent gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.

Der Nettogewinn sackte gleichwohl um 1,9 Prozent auf 30,7 Millionen Dollar ab (erstes Quartal 1989: 31,3 Millionen Dollar), so daß auch die Gewinnanteile mit 29 Cent pro Aktie unter dem 32-Cent-Ergebnis vom Vorjahr lagen. Tandem-CEO James Treybig machte eine normale "saisonale Schwäche" für den Gewinnrückgang verantwortlich. - Kürzlich stellte Tandem seinen ersten ausfallsicheren Unix-Rechner vor.

Superrechner-Hersteller Cray zahlte erneut drauf-. Nach einem Minus von 32,4 Millionen Dollar 1988 belaufen sich die roten Zahlen für das abgeschlossene Geschäftsjahr 1989 auf 42,67 Millionen Dollar. Die Anteilseigner büßten pro Aktie 2,61 Dollar gegenüber 1,98 Dollar im Vorjahr ein. Auch das vierte Quartal war schwächer als das vom Vorjahr: Der Nettoverlust steigerte sich von damals 9,94 Millionen auf jetzt 12,6 Millionen Dollar.

Apple konnte zwar seine Verkäufe im ersten Quartal 1990 um sechs Prozent von 1,4 Milliarden auf 1,49 Milliarden Dollar steigern, büßte aber mit 124,8 Millionen Dollar Nettogewinn elf Prozent gegenüber dem ersten Quartal 1989 (140,5 Millionen) ein.

Jetzt streiten sich die Analysten, ob die Apple-Schwäche gleichbedeutend ist mit einem Niedergang des PC-Marktes oder ob es dem Hersteller lediglich an einem Low-end-Angebot mangelt. Apple jedenfalls kündigte Sparmaßnahmen an: Unter anderem stehen 600 bis 800 Entlassungen bevor.

PC-Board Hersteller AST Research Inc. schrieb im zweiten Quartal des laufenden Fiskaljahres wieder schwarze Zahlen: Nach einem Verlust von 8,9 Millionen Dollar im zweiten Quartal 1988 wurden jetzt 7,4 Millionen Dollar verdient, während der Umsatz mit gut 130 Millionen Dollar um 17 Prozent über dem Wert von 11099 Millionen im zweiten Quartal 1988 lag. Die Aktionäre profitierten mit 62 Cent pro Anteil; der gleiche Zeitraum im Vorjahr hatte sie 77 Cent pro Aktie gekostet.

Unternehmensangehörige schreiben die positiven Ergebnisse der Nachfragesteigerung bei 386-basierten Personal Computer zu.