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05.12.1980 - 

3. Treffen des German Chapter of the ACM:

Hardware für die Software

05.12.1980

KONSTANZ (ha) - Mit rund 200 Teilnehmern veranstaltete das German Chapter of the ACM in der Universität Konstanz ihr drittes Meeting in der Bundesrepublik. Das unter dem Motto "Hardware für die Software" gestellte Treffen sollte, so einer der Initiatoren, Claus Seeger (CTM GmbH. Konstanz), der rasanten Entwicklung in der Computerindustrie Rechnung tragen und die in der Praxis gewonnenen Erfahrungen darstellen.

Ein eintägiges Tutorial über "Software-orientierte Rechnerarchitektur" leitete die Veranstaltung ein. Hierbei wurde am Beispiel der Burroughs B 5900 gezeigt, wie durch Bereitstellung einer geeigneten Hardware, Betriebssysteme in höheren Programmiersprachen effizient implementiert werden können, unter völligem Verzicht auf maschinenorientierte Sprachen. Ergebnis: Die Vorteile, die daraus resultieren, liegen in dem stark verminderten Entwicklungsaufwand für Betriebssysteme, der höheren Flexibilität an Schnittstellen, höherer Transparenz für Systementwickler und Anwender und in geringeren Laufzeiten.

Der erste Übersichtsvortrag über "Vertikale Migration - Anwendung, Methoden und Erfahrungen" wurde von Professor L. Richter (Dortmund) gehalten. Mehrere Einzelvorträge hatten das Thema der vertikalen Migration zum Inhalt.

Außerdem wurden verschiedene Arbeiten über neuere Konzepte der Rechnerarchitekturen vorgetragen. So hatte ein Beitrag eine auf Concurrent Pascal basierende Rechner-Architektur (COPRA) zum Inhalt. Professor Hartenstein stellte mit einem Rechnernetz-Baukasten-System, ein vom BMFT gefördertes Projekt (ESRA) vor. Die TU Berlin präsentierte eine Rechnerarchitektur zur Unterstützung der Anwendung abstrakter Datentypen, deren Ansatz sich an der Sprache CLU orientiert.

Der zweite Teil der Tagung befaßte sich mit Softwarekonzepten. Hierbei wurde aufgezeigt, welche Teile in die Hard- oder Firmware zu verlagern sind, um eine höhere Effizienz zu erzielen. Professor S. Schindler (Berlin) sprach in einem weiteren Hauptvortrag über "Formales Spezifizieren von Diensten und Protokollen in RSPL" im Rahmen des OSA-(=Open Systems Architecture-)Projektes.

Die Tagung gab insgesamt einen Überblick über den Stand und den Trend der Entwicklungen in der DV. Es zeigte sich sehr deutlich, daß in naher Zukunft durch Verlagerung von Systemkomponenten in Hard- oder Firmware die Systeme wesentliche Laufzeitverbesserungen erzielen werden können.

Die Vorträge der Veranstaltung sind in einem Tagungsband zusammengefaßt, der unter dem Titel "Hardware für Software" beim Teubner Verlag, Stuttgart, (ISBN 3-519-02425-X) erhältlich ist.