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19.03.2004 - 

Erneut optimistische Prognosen

Hardware-Nachfrage steigt

MÜNCHEN (CW) - Das Jahr 2003 brachte die Wende im PC-Markt: Zwar fielen die durchschnittlichen Verkaufspreise weiter, doch die Nachfrage nach Rechnern und Chips stieg deutlich an. Die Marktforscher von IDC erwarten, dass die positive Entwicklung im Hardwaresegment anhält - zumindest vorerst.

Auf den ersten Blick ist der PC-Markt aus dem Gröbsten raus: Zweistellige Wachstumsraten bei verkauften Systemen versprechen gute Geschäfte, nur der rapide Preisverfall macht den Anbietern zu schaffen. Dies betrifft Chips ebenso wie PCs, Notebooks oder Server. Mobile Markencomputer stehen hierzulande bei Retailern bereits für 850 Euro auf der Palette, die Marge kann folglich nicht besonders hoch sein.

Immerhin kaufen die Kunden wieder, können sich die Hersteller trösten. Laut IDC stieg der weltweite PC-Markt nach Stückzahlen im vergangenen Jahr um 11,7 Prozent auf 154,5 Millionen Einheiten. Das Marktvolumen verbesserte sich um 1,2 Prozent auf 178 Milliarden Dollar, was immerhin der erste Anstieg seit dem Boom-Jahr 2000 gewesen ist. Zudem hatten die Analysten weitere gute Nachrichten parat: Erstens folgen zwei Jahre mit einem zweistelligen Stückzahlenzuwachs, zudem sollen die Umsätze klettern. IDC geht davon aus, dass 2004 mit Rechnern 187 Milliarden Dollar eingenommen werden, über fünf Prozent mehr als noch 2003. Die gleiche Steigerungsrate sei auch für 2005 zu erwarten, so IDC, bevor sie sich bis 2008 auf drei Prozent abschwächt.

Endanwender sei Dank

Noch besser lesen sich die verkauften Stückzahlen, die 2004 um 11,4 Prozent ansteigen sollen. Im Jahr danach prognostiziert IDC einen Zuwachs um 11,2 Prozent, anschließend fällt die Steigerungsrate in den einstelligen Bereich. Ein Grund für die hohe Nachfrage sei die Tatsache, dass Endanwender trotz schlechter Rahmenbedingungen in Rechner investieren. Die Unternehmenskunden kommen zudem langsam in Fahrt, große Sprünge bei der Ablösung alter Systeme seien allerdings kaum zu erwarten.

Auch den PC-Halbleitermarkt kennzeichnet im laufenden Jahr ein starkes Wachstum. Hier erwarten die Analysten eine Steigerungsrate von 18 Prozent. Wurden 2003 mit PC-Chips 45,4 Milliarden Dollar umgesetzt (plus zehn Prozent), sollen es in diesem Jahr 53,6 Milliarden Dollar sein. Allerdings schwächt sich der Anstieg ab, so dass sich der Durchschnittswert bis 2008 auf knapp acht Prozent pro Jahr beläuft, was dann ein Marktvolumen von 66 Milliarden Dollar bedeuten würde. Die Prognose hängt laut IDC davon ab, in welchem Maße die Unternehmen 2004 in neue Hardware investieren werden; allein das Consumer-Segment könne den Anstieg nicht bewerkstelligen.

Indes lassen sich die guten Zahlen nicht verallgemeinern: Während Texas Instruments (TI) die Erwartungen für das laufende Quartal heraufsetzte, musste Intel unlängst seine Prognosen leicht reduzieren. Der Chipkonzern leidet vornehmlich unter den hohen Lagerbeständen im asiatischen PC-Markt, TI profitiert hingegen von der anhaltend starken Nachfrage, speziell nach Handy-Halbleitern. (ajf)