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15.11.1985

Hardware-Round-up '85:Die Superminis

Viel hat sich nicht getan seit dem letzten Supermini-Hardware-Roundup vor ziemlich genau einem Jahr. Zunächst brachte Harris pünktlich zum Nikolaustag 1984 die kleinen Modelle 10/20 der H-Serie. Das neue Jahr begann bei Wang mit der VS65 und der Ankündigung, die Modelle 25 und 45 nicht mehr "aktiv" vermarkten zu wollen. Mit dem neuen Mini hatte Wang allerdings weniger den traditionellen Bereich der Superminis, den technisch-wissenschaftlichen Markt, im Auge. Vielmehr war dem Unternehmen daran gelegen, im /36-Geschäft der IBM mitzumischen.

Als erster Supermini-Anbieter reagierte Prime auf Digital Equipments Venus-Announcement vom Herbst '84. Prime kam mit dem Topmodell 9955 auf den Markt und zog so mit dem Mini-Marktführer gleich - zumindest bei der Rechenleistung. Immerhin noch bis Ende Mai dieses Jahres benötigte Harris, um mit einem Venus-Konkurrenzprodukt aufwarten zu können: H 1200 heißt das größte Modell des Minianbieters und leistet nach Herstellerangaben rund 25 Prozent mehr als die VAX-8600 von DEC.

Erweiterungen Honeywell Bulls an der DPS-6-Serie waren mehr kosmetischer Natur. Die Maschinen blieben im "gehobenen" 1-Mips-Bereich. Digital Equipment kam hingegen mit einem neuen Produkt, der Microvax II. Ähnlich wie bei der Venus-Ankündigung erklärte das Unternehmen die neue Microvax zu einem strategisch wichtigen Produkt und äußerte die Erwartung, damit in absehbarer Zeit gleichfalls 20 Prozent des Konzernumsatzes erreichen zu können - wie mit der 8600 auch.

Am oberen Ende baute Perkin-Elmer seine Supermini-Familie 3200 aus, um weiter im technisch-wissenschaftlichen Markt mitreden zu können. Je nach Konfiguration bringen es die Multiprozessormodelle dieser Reihe auf 22 Mips (Herstellerangaben). Auch Hewlett-Packard stockte auf: Neue Modelle sollen die 3000-Serie nicht in Vergessenheit geraten lassen. Am Anfang des kommenden Jahres darf man dann einer HP-Ankündigung zufolge die "nächste Generation" von Minicomputern erwarten, die alle auf der hauseigenen Spectrum-Architektur basieren sollen.

Zunächst jedoch wird Data General von sich reden machen: Am 18 November wird das Unternehmen; dessen Gründer Ed de Castro einst mit Ken Olsen zusammen Rechner entwickelte, die "Time-Machine" ankündigen.